Eine Kuppel aus Lippe mitten in der Wüste

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Futuristisches Kunstobjekt: Die begehbare Kuppel der Hochschule OWL mitten in der Wüste von Nevada. - © Hochschule OWL
Futuristisches Kunstobjekt: Die begehbare Kuppel der Hochschule OWL mitten in der Wüste von Nevada. (© Hochschule OWL)

Black Rock Desert/Lemgo (from). So viel Publikum war für die jungen Leute ein spezieller Anreiz: Eine Gruppe von 16 Studenten der Hochschule OWL hat ihr Kunstprojekt „Desert Eyes" auf dem Festival „Burning Man" in Nevada präsentiert. 70.000 Besucher hatten acht Tage lang die Möglichkeit, die interaktive Plastik aus Lippe zu erleben.

Nach intensiver Planung erreichte das Projekt „Desert Eyes" auf dem Burning Man seinen Höhepunkt. Mehrere Monate hatten 16 Studenten und eine Mitarbeiterin der Detmolder Campusagentur der Hochschule OWL an der Realisierung des Objektes gearbeitet, das sie den „Dome" nannten. Im Anschluss an eine ausgiebige Testphase in San Francisco folgte der finale Aufbau im Black Rock Desert, Nevada, USA.

Trotz der schwierigen Bedingungen war das Projekt ein Erfolg: Das Konzept, einen Raum des Rückzugs und des Erlebens für die Besucher des Festivals zu schaffen, ging auf, wie die Teilnehmer berichten. So empfand das Team auch die Resonanz der „Burner", wie die Festivalbesucher genannt werden.

„Wir waren begeistert von den individuellen Interaktionen der Menschen", so Projektleiterin Yonnie Kweon, Studentin am Fachbereich Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur. „Als wir am Morgen nach der Fertigstellung in den Dome kamen, fanden wir uns plötzlich in einer Gruppe von 25 Personen wieder, die meditierend im Kreis saß. Ein anderes Mal sang ein Chor inmitten der Kuppel. Es war überwältigend."

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Nun arbeite man intensiv an der Aufbereitung der Fotos und Videos. „Auf unserer Website und unseren Social-Media-Kanälen wird man bald die ganze Geschichte zu sehen bekommen", sagt Kweon.

Damit ist das Projekt noch nicht vorbei. Für die Zukunft sind Fotoausstellungen, Videopräsentationen und eine Weiterentwicklung des Domes als Neuaufbau auf dem Campus in Lemgo in Überlegung. Als Nächstes wird eine Fotoausstellung auf dem Herbstempfang der Hochschule eröffnet, die dann für einige Wochen im Hauptgebäude in Lemgo zu sehen sein wird.

Die Idee zur Kuppel hatten Pooya Kamranjam, der aus dem Iran stammt, und Yonnie Kweon, ursprünglich aus Australien. Beide sind Masterstudierende am Fachbereich Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur.

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