Metaller-Warnstreik in Lemgo - Einschränkungen im Verkehr

Seda Hagemann und Thorsten Engelhardt

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Die lippischen IG-Metaller ziehen mit ihrem Protestmarsch durch Lemgo. - © LZ-Leserfoto
Die lippischen IG-Metaller ziehen mit ihrem Protestmarsch durch Lemgo. (© LZ-Leserfoto)

Lemgo. Der Warnstreik, zu dem die Gewerkschaft IG Metall in Lemgo aufgerufen hatte, ist am Donnerstagmorgen planmäßig gestartet. Mit einem Protestmarsch sowie einer Abschlusskundgebung auf dem Marktplatz wollen die Metaller die Forderungen der Gewerkschaft in den laufenden Tarifverhandlungen unterstützen.

Die IG Metall fordert sechs Prozent mehr Lohn und eine Wahloption, die wöchentliche Arbeitszeit für bis zu zwei Jahre auf bis zu 28 Stunden absenken zu können. Es sei respektlos von der Arbeitgeberseite, lediglich eine Bruttozahlung von 200 Euro für Januar, Februar und März dieses Jahres plus zwei Prozent mehr Lohn ab April anzubieten, schreibt der IG-Metall-Bevollmächtigte Erich Koch in einer Pressemitteilung.

Das bilde nicht den Anteil der Arbeitnehmer an den Rekordumsätzen der Metallbranche ab. Das Angebot unter den Vorbehalt zu stellen, dass im Gegenzug die Arbeitszeit je nach betrieblichem Interesse auf bis zu 40 Stunden verlängert werden solle, sei eine Provokation. Blieben die Verhandlungen am 18. Januar ohne Ergebnis, seien weitere Streiks nicht auszuschließen.

Marc-Henning Galperin, Hauptgeschäftsführer des Lippischen Arbeitgeberverbandes, weist die Kritik der Gewerkschaft zurück. In den vergangenen Jahren seien kräftige Lohnerhöhungen gezahlt worden, zwei Prozent trügen dem Anteil der Arbeitnehmer an der wirtschaftlichen Entwicklung durchaus Rechnung. Ein Tarifabschluss müsse zudem auch von den Betrieben zu schultern sein, die keine Hochkonjunktur erlebten. Eine Arbeitszeitverkürzung auf 28 Stunden bei pauschalem Lohnausgleich erhöhe die Organisationskosten für die Firmen und verstoße gegen den Grundsatz „Lohn gegen Arbeit". Er plädierte auch für flexiblere Arbeitszeiten.

Einschränkungen im Innenstadtverkehr

Aufgrund des Protestmarsches kann es am Donnerstag zu Verkehrsbehinderungen kommen, das teilt die Polizei mit. Zwischen 9 und 10 Uhr waren die Grevenmarschstraße, Heutorstraße, Engelbert-Kämpfer-Straße, Heustraße, Breite Straße, Rampendal und Papenstraße betroffen.

Am Mittag in der Zeit von 11.30 bis 12.30 Uhr sind noch die Bereiche Engelbert-Kämpfer-Straße, Steinweg und Grevenmarschstraße betroffen. Es wird empfohlen, diesen Bereich zu umfahren.

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