Der Mensaverein in Leopoldshöhe tischt täglich frisch auf

Thomas Dohna

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An der Ausgabe: André Buschmeier (rechts) ist der Koch und Schriftführer des Mensavereins an der Felix-Fechenbach-Gesamtschule 
Leopoldshöhe. - © Thomas Dohna
An der Ausgabe: André Buschmeier (rechts) ist der Koch und Schriftführer des Mensavereins an der Felix-Fechenbach-Gesamtschule 
Leopoldshöhe. (© Thomas Dohna)

Leopoldshöhe. Bei der Frage nach seinem Hobby muss André Buschmeier nachdenken. „Kochen", sagt er. „Und der Mensaverein." Buschmann ist Schriftführer im Mensaverein der Felix-Fechenbach-Gesamtschule – und Koch in der Mensa.

Morgens um 6 Uhr geht in der Küche der Mensa das Licht an. André Buschmeier und die Mitarbeiterinnen des Mensavereins fangen an, das Mittagessen für bis zu 600 Schüler und Lehrer vorzubereiten. 2004 gründeten Eltern und Lehrer den Mensaverein, um die Versorgung der Schüler auf neue Füße zu stellen.

Information
Der Mensaverein finanziert sich über die Einnahmen aus den Essensbeiträgen und aus einem 2000-Euro-Zuschuss der Gemeinde Leopoldshöhe. Die Schüler können sich online registrieren und nach Bedarf bestellen, was und wann sie essen wollen. Sie zahlen 2,80 Euro für vorbestelltes Essen und 3,50 Euro, wenn sie sich spontan zum Essen in der Mensa entscheiden.

Der Ruf des Essens war schlecht, die Zahlen sanken stetig. Die Mütter und Lehrer organisierten einen Kiosk und kochten in der Küche der alten Mensa. „Wir haben mit etwa 100 Essen angefangen", erinnert sich Liane Schewe, Vorsitzende des Mensavereins. Dann taten sie das, was gute Unternehmer tun: Sie hörten auf ihre Kunden, die Schüler.

Seit Anfang 2010 steht mit der neuen Mensa eine professionelle Küche mit großem Speiseraum zur Verfügung. Das Mensa-Team bildete sich fort. Die Zahlen stiegen auf 300 Essen pro Tag. „Da waren wir an einer Grenze", erinnert sich Liane Schewe.

Die Vorschriften für die Kennzeichnung von Allergenen und die ansteigenden Ausgabezahlen erforderten neue Ideen: Der Verein stellte André Buschmeier als Koch an und wählte ihn zum Schriftführer. „Das macht die Arbeit in der Küche einfacher", sagt Schewe. Mit den zwölf Mitarbeiterinnen bereitet Buschmeier inzwischen bis zu 600 Essen täglich vor: mit Vorspeise, Hauptgang und Dessert. Immer ist ein vegetarisches Gericht dabei. „Das wird sehr gut angenommen", sagt 
Schewe.

Um 14 Uhr schließt die Ausgabe. Dann muss saubergemacht und aufgeräumt werden. Buschmeier schaltet das Licht aus und widmet sich dann seinem Ehrenamt: Dienst- und Speisepläne müssen entwickelt werden. Er probiert zu Hause neue Speisen aus. Manches fließt in die Speisepläne der Mensa ein.

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