Diana Fleer ist jetzt offiziell Rektorin der Grundschule Asemissen

Thomas Dohna

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Die Neue: Diana Fleer sitzt auf einem der Findlinge, die einen Teil des Schulhofes der Grundschule Asemissen begrenzen. Sie ist die neue Leiterin der Grundschule. - © Thomas Dohna
Die Neue: Diana Fleer sitzt auf einem der Findlinge, die einen Teil des Schulhofes der Grundschule Asemissen begrenzen. Sie ist die neue Leiterin der Grundschule. (© Thomas Dohna)

Leopoldshöhe. Es war für Diana Fleer eine Überraschung, als ihre Chefin Simone Kropp verkündete, sie verlasse die Grundschule Asemissen. Seit den Sommerferien 2016 führt Fleer die Schule als kommissarische Leiterin, jetzt ist sie ganz offiziell die Rektorin. Am Freitag soll sie in einer kleinen Feierstunde in ihr Amt eingeführt werden.

Diana Fleer kam 2012 als Konrektorin an die Schule. Sie hatte Simone Kropp an der Grundschule Müssen kennengelernt. Dort war Kropp kommissarische Schulleiterin. Als Fleers Vorgängerin im Amt der Konrektorin die Grundschule Asemissen verließ, fragte Kropp an, ob Fleer nicht die Stelle übernehmen wolle. Sie wollte, weil ihr das Schulprogramm mit dem jahrgangsübergreifenden Unterricht gefiel, aber auch, weil Asemissen näher an ihrem Wohnort Heepen als Lage-Müssen liegt.

„Ich wollte schon als Kind Grundschullehrerin werden", sagt Diana Fleer. Im Studium und dann im Referendariat wuchs in ihr die Vorstellung, einst auch Schulleiterin werden zu können. Sie reizte die Vorstellung, einerseits im Unterricht mit den Kindern arbeiten, andererseits auf die Schulentwicklung Einfluss nehmen zu können. Sie studierte Mathematik, Deutsch und Sachkunde, später erwarb sie die Befähigungen für Sport und Schwimmen. „Ich hatte mit einer Bewerbung auf eine Schulleiterstelle erst warten wollen, bis meine Kinder älter sind", sagt die 43-Jährige. Ihre Kinder sind zehn und 13 Jahre alt. Aber da ergab sich die Chance, die Leitung der Grundschule Asemissen zu übernehmen. Sie sprach mehrfach mit ihrem Mann und ihren Kindern darüber, dass sie, die bisher in Teilzeit arbeitete, nun eine volle Stelle übernehmen würde. „Meine Familie hat mich ermutigt, die Aufgabe zu übernehmen und unterstützt mich voll und ganz", sagt sie.

Als sie kam, war der jahrgangsübergreifende Unterricht in den Jahrgängen eins und zwei schon lange eingeführt. Fleer sieht – trotz aller Kritik daran – Vorteile für die Kinder. Mit der Einführung der Schuleingangsphase, dem Wegfall der Schulkindergärten und der früheren Einschulung der Kinder seien die Fähigkeiten der Schulanfänger sehr unterschiedlich geworden. Manche Kinder seien noch sehr klein, andere könnten schon lesen und schreiben. Es gebe Kinder mit Förderbedarf, hochbegabte Kinder und die vielen ganz normalen Schüler.

Jedes Kind bekomme einen individuellen Förderplan, nach dem gearbeitet werde. Die Kinder könnten im Unterricht je nach Leistungsvermögen an einem Thema arbeiten, sagt Fleer. Die Schuleingangsphase könne in ein bis drei Jahren durchlaufen werden. Leistungsfähigere Kinder könnten nach einem Jahr in die Klasse drei wechseln, schwächere Kinder drei Jahre bleiben, ohne sich der demütigenden Prozedur des Sitzenbleibens unterwerfen zu müssen. „Die Zahl der Kinder, die nach einem Jahr wechseln, und denen, die drei Jahre bleiben, bewegt sich jeweils im einstelligen Bereich", sagt Fleer. Bei allen Bemühungen der Schule, der Offenen Ganztagsgruppen und aller Kollegen stehe das Kind im Mittelpunkt.

Fleer freut sich auf die Aufgabe. Mit ihr habe sie zwar nun weniger Zeit für ihre Familie und auch weniger Zeit, Thriller zu lesen. Es gebe aber an der Schule ein sehr gutes Team, engagierte Eltern und eine intensive Kooperation mit den umliegenden Kindertagesstätten.

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