Bürger erreichen Verschiebung des Ortseingangs in Bechterdissen

Thomas Dohna

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Alfred Ebner steht am neuen Ortseingangsschild für Bechterdissen an der Heeper Straße. Der Bewohner der „Wildtiersiedlung" hatte sich für Tempo 50 eingesetzt. Der Kreis hatte zunächst Tempo 100, dann Tempo 70 vorgesehen. - © Thomas Dohna
Alfred Ebner steht am neuen Ortseingangsschild für Bechterdissen an der Heeper Straße. Der Bewohner der „Wildtiersiedlung" hatte sich für Tempo 50 eingesetzt. Der Kreis hatte zunächst Tempo 100, dann Tempo 70 vorgesehen. (© Thomas Dohna)

Leopoldshöhe-Bechterdissen. Da haben sich die Bewohner der Siedlung mit den Wildtiernamen in Bechterdissen gewundert: Nach der Sanierung der Heeper Straße im Sommer war es schwieriger geworden, aus der Siedlung auf die Heeper Straße zu fahren. Die Fahrzeuge schienen schneller zu fahren als zuvor.

Alfred Ebner ist einer der Bewohner der Siedlung, der das nicht hinnehmen wollte. Er klemmte sich hinter die Sache – und hatte Erfolg. Das Straßenverkehrsamt des Kreises verschob den Ortseingang für Bechterdissen bis an das Ende der Siedlung.

Nach der Sanierung hatten die Anwohner ein gewisses Durcheinander bei der Beschilderung registriert. Schilder für Tempo 70 und Tempo 50 standen in beiden Fahrtrichtungen jeweils auf unterschiedlichen Höhen. Siegfried Habicht, Mitglied im Gemeinderat für einen Teil Bechterdissens, hatte die Verwaltung auf Bitten von Anwohnern, darunter auch Alfred Ebner, gefragt, was es damit auf sich habe.

Die Gemeindeverwaltung war da schon in der Person des Ordnungsamtsleiters Jürgen Taron an den Gesprächen mit dem Kreis beteiligt. Ursprünglich habe der Kreis die Geschwindigkeit auf der Heeper Straße nach dem Ortsausgangsschild am Ende der beiderseitigen Bebauung freigeben wollen, berichtete Taron. Damit wären 100 Kilometer pro Stunde erlaubt gewesen. Bis zur Sanierung der Baustelle galt dort Tempo 50. Auf Tempo 70 habe man sich dann vorerst einigen können, berichtet Taron.

Auf Anfrage der LZ bestätigte die Kreisverwaltung, dass es die Anregung gegeben habe, Tempo 100 auszuweisen. Die Straßenverkehrsbehörde des Kreises habe daraufhin ein Anhörungsverfahren unter Beteiligung von Polizei und der Gemeinde Leopoldshöhe durchgeführt. Ergebnis: Tempo 100 ist dort nicht sinnvoll. Eine Woche lang maß der Kreis verdeckt die gefahrenen Geschwindigkeiten. Danach habe es weiteren Beratungsbedarf gegeben, hieß es aus dem Kreishaus.

Bei einem Ortstermin klärten Vertreter von Polizei, Straßenverkehrsamt, dem Kreis als Straßenbaulastträger und der Gemeinde die Sache und kamen zu dem Ergebnis, dass das Ortseingangsschild bis an das Ende der Siedlung verschoben wird und damit auf diesem Teilstück der Heeper Straße Tempo 50 gilt. Für Alfred Ebner ist dieser Erfolg ein Zeichen dafür, dass Bürger bei den Behörden etwas bewegen können, wenn sie sich für ihre Belange einsetzen. „Man muss es nur machen und mit den Menschen dort reden", sagt er.

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