In Leopoldshöhe sind neue Baugebiete in Sicht

Thomas Dohna

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Lückenschluss: Diese freie Fläche links zwischen Leopoldshöhe und Schuckenbaum sollen bebaut werden. Die Gemeinde soll dort Grundstücke kaufen. - © Thomas Dohna
Lückenschluss: Diese freie Fläche links zwischen Leopoldshöhe und Schuckenbaum sollen bebaut werden. Die Gemeinde soll dort Grundstücke kaufen. (© Thomas Dohna)

Leopoldshöhe. Zusammen fast eine Million Euro Verlust haben das Kommunale Gebäudemanagement Leopoldshöhe (KGL) und die Leopoldshöher Immobilien- und Liegenschaftsverwaltung (LIL) im Jahr 2016 erwirtschaftet. Die Bilanzen und die Lageberichte zu den beiden Einrichtungen der Gemeinde sollen in der Sitzung des Betriebsausschusses am heutigen Mittwoch, 11. Oktober, vorgestellt werden.

Die Verluste des KGL sind politisch gewollt, heißt es im Lagebericht. Im KGL sind alle von der Gemeinde selbst genutzten Gebäude wie das Rathaus, die Gebäude der Grundschulen und die Gebäude der Felix-Fechenbach-Gesamtschule zusammengefasst. Die Gemeinde zahlt der KGL Mieten für die Gebäude, die allerdings nicht auskömmlich ist. Jährlich kommen so rund eine Million Euro Verlust zusammen, die spätestens jedes fünfte Jahr von der Gemeinde ausgeglichen werden müssen. Sie hat das Geld dafür in den vergangenen Jahren aus der Allgemeinen Rücklage entnommen, also aus dem Eigenkapital der Gemeinde.

Im Wirtschaftsplan 2016 war ein Fehlbetrag von 1,063 Millionen Euro eingeplant. Tatsächlich hat die Gemeinde einen Fehlbetrag von 955.000 Euro erwirtschaftet. Dies sei durch geringere Aufwendungen bei der Instandhaltung und bei der Reinigung erreicht worden, heißt es im Lagebericht. Außerdem seien die Leistungen des Bauhofes der Gemeinde geringer gewesen. Daneben habe die Verwendung der vom Land an die Gemeinde gezahlten Schulpauschale von 294.000 Euro für Instandhaltungen und die Verwendung von 129.000 Euro für Investitionen in den Schulen und Kindergärten für die Abweichung gesorgt. Insgesamt habe das KGL 2016 1,3 Millionen Euro investiert. 1,227 Millionen Euro flossen in die Schulen.

Bei der LIL hat die Verwaltung die im Wirtschaftsplan gesetzten Ziele nicht erreicht. Knapp 35.000 Euro Gewinn waren vorgesehen, mehr als 36.000 Euro Verlust sind daraus geworden. Ursache seien die Verzögerungen bei der Planung des Baugebietes Gieselmannkreisel gewesen. Die Erschließung des Baugebietes „Bachstraße“ sei aufwendiger als gedacht.

Um weiterhin Baugrundstücke zur Verfügung stellen zu können, hat sich die Politik dafür entscheiden, den Lückenschluss zwischen den Ortsteilen Leopoldshöhe und Schuckenbaum zu vollziehen. Die Verwaltung soll dort Flächen kaufen. Im laufenden Jahr sollen von der LIL wieder mehr Grundstücke verkauft werden als 2016, vor allem im neuen Baugebiet Gieselmannkreisel.

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