Abriss der Möbelfabrik Fillies in Leopoldshöhe hat begonnen

Projekt: Nach jahrelangen Verzögerungen wird die leer stehende Industrie-Immobilie dem Erdboden gleich gemacht. Die Bauarbeiten für den Wohnpark Fillies sollen in absehbarer Zeit folgen

Thomas Dohna

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Der Abriss hat begonnen: In kurzer Zeit wird das markante Fillies-Gebäude der Vergangenheit angehören. Auf dem Gelände soll der Wohnpark Fillies entstehen. - © Thomas Dohna
Der Abriss hat begonnen: In kurzer Zeit wird das markante Fillies-Gebäude der Vergangenheit angehören. Auf dem Gelände soll der Wohnpark Fillies entstehen. (© Thomas Dohna)

Leopoldshöhe-Bechterdissen . Viele Jahre hat sich nichts auf dem Gelände der ehemaligen Möbelfabrik Fillies in Bechterdissen getan. Investoren gaben das Gelände untereinander weiter. Jetzt sind Bagger am Werk. Der vor Monaten angekündigte Abriss hat begonnen. Auf dem Gelände soll der Wohnpark Fillies entstehen. Neun Jahre nach der Schließung von Möbel Fillies hatte sich 2012 eine Gruppe von Investoren für das Gelände interessiert.

Sie legte Pläne vor, denen zufolge ursprünglich 65 Wohnungen in acht drei- und viergeschossigen Gebäuden vorgesehen waren. Das stieß in der Leopoldshöher Politik auf Widerstand. Eine aus Sicht einiger Kommunalpolitiker massive Bebauung passe nicht in den Ortsteil Bechterdissen. Die Planer veränderten dieEntwürfe. Rechtlich erreichten sie eine Zweigeschossigket.

Die entspricht der umgebenden Bebauung mit Ein- und Zweifamilienhäusern. Sie sahen jedoch ein Staffelgeschoss auf den beiden unteren Geschossen vor. Das wirkte nach Ansicht von Kritikern wie eine echte dritte Etage. Die Mitglieder des Hochbau- und Planungsausschusses konnten sich nicht einigen, so dass der Gemeinderat im Dezember 2012 eine Entscheidung traf: Die Ratsmitglieder beschlossen die Aufstellung eines Bebauungsplanes mit Veränderungssperre. Gleichzeitig legten sie fest, dass sich die Bebauung der umliegenden Bebauung anpassen sollen. Das jedoch missfiel den Investoren aus wirtschaftlichen Gründen.

2014 hieß es, dass die Bauarbeiten beginnen könnten. Die Dolphin Capital als Investorin wollte sechs Stadtvillen und 15 Reihenhäuser mit 48 Wohneinheiten errichten. Doch dann zogen sich die Vorbereitungen hin. Im vergangenen Jahr übernahm der mit der Planung der Anlage beauftragte Architekt Masoud Saadat vom Büro Europaplan das Projekt. Damals skizzierte Saadat den Verlauf der Arbeiten: Erst sollen die Ausstellungshalle, dann das ehemalige Eingangsgebäude mit dem Empfang und schließlich der markante und bekannte Aussichtsturm fallen. Im Sommer 2015 schon sollten die ersten Bewohner einziehen können. Zuletzt kündigte Saadat den Beginn der Arbeiten für den September 2017 an. In der Politik kam es wegen der langem Verzögerungen immer wieder zu Nachfragen.

Indirekt ist die Politik nun wieder mit dem Projekt beschäftigt. Anwohner befürchten durch die Ausfahrt des Geländes gegenüber dem Grenzweg noch mehr Verkehrsprobleme, als ihre Ansicht nach jetzt schon an dieser Stelle bestehen. Der Ausschuss für Straßen, Plätze und Verkehr fordert ein Verkehrskonzept.

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