Gemeinde macht 6.657 Euro Gewinn durch Währungszinsgeschäft

veröffentlicht

 - © Archivbild
(© Archivbild)

Leopoldshöhe (mib). Kämmerer Hans-Jürgen Lange hatte den richtigen Riecher: Vor dem deutlichen Kursverfall des Schweizer Franken hat er bereits am 20. Mai vergangenen Jahres das einzige Währungszinsgeschäft der Gemeinde aufgelöst - und damit unterm Strich seit 2006 einen Zinsvorteil von 6.657,22 Euro erzielt.

Im Rechnungsprüfungs- und Bilanzausschuss gab er diese Information. Auslöser war ein Antrag der SPD-Fraktion. Presseberichten zufolge hätten sich die von der West-LB empfohlenen Beteiligungen der Kommunen an spekulativen Währungsgeschäften ("Swap") als immense Verlustgeschäfte erwiesen. Die Stadt Höxter etwa habe dadurch 266.000 Euro verloren. Die SPD wollte deshalb wissen, ob und, falls ja, in welchem Umfang die Gemeinde an sogenannten Derivatgeschäften beteiligt ist. Ferner sollte beschlossen werden, dass sie zukünftig derlei Geschäfte nicht mehr tätigt.

Da der Kämmerer bisher das richtige Händchen bewiesen hat und nicht zu sehr gegängelt werden sollte, einigten sich die Mitglieder des Fachausschusses schließlich auf eine andere Lösung: Nur wenn Lange außergewöhnlich hohe Derivatgeschäfte plant, soll er vorher die Politik informieren. "Wir beabsichtigen, keine neuen Geschäfte in dieser Form zu tätigen, zumindest nicht in absehbarer Zeit", erklärte der Kämmerer, der kontinuierlich den Markt verfolgt.

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2014
Texte und Fotos von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Anzeige
Anzeige