In der Kindertagesstätte Greste läuft ein neues Projekt

Über Märchen Sprache fördern

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Erzählerin Gabi Maternus, Projektleiter Berthold Gomm, Erzähler Martin Kuske und Kita-Leiterin Gudrun Rubart-Wend freuen sich über das Konzept. - © Foto: Stork
Erzählerin Gabi Maternus, Projektleiter Berthold Gomm, Erzähler Martin Kuske und Kita-Leiterin Gudrun Rubart-Wend freuen sich über das Konzept. (© Foto: Stork)

Leopoldshöhe-Greste (hst). Bei einer neuen Form der Sprachförderung verwandelt sich für künftige Schulanfänger das Familienzentrum Kita Greste jeden Montag in ein Märchenland. Dann entführen zwei ausgebildete Märchenerzähler die Kinder in eine Welt voller Prinzessinnen, Hexen und Zwerge.

Berthold Gomm von LippeBildung eG hat jetzt mit den Erzählern Gabi Maternus und Martin Kuske interessierte Eltern über die Hintergründe des ehrgeizigen Projektes informiert. Doch bevor die Mütter und Väter dem Vortrag lauschen konnten, mussten sie ebenso wie ihr Nachwuchs am Vormittag durch einen Märchenring aus Federn ins Märchenland steigen. Sprachentwicklung habe auch immer mit Kreativität zu tun, betonte Martin Kuske. "Durch das Erzählen entstehen Bilder im Kopf der Kinder", fügte Berthold Gomm hinzu.

Ein großer Unterschied bestehe allerdings zwischen Vorlesen und Erzählen, denn der Augenkontakt sei neben der Mimik und Gestik beim Erzählen am wichtigsten. Das Projekt "Lippe erzählt" ist Sprachförderung auf neuen Wegen und verfolgt das Ziel einer bedarfsgerechten Sprachförderung als kreisweites Konzept, das sowohl den kindlichen Frühbereich wie die Primarstufe und die Sekundarstufe I einschließt.

Lippeweit seien bereits 15 Einrichtungen in das Projekt eingebunden, so Projektleiter Berthold Gomm. Dabei hören Kinder wöchentlich internationale Märchen, aber auch Lieder, Gedichte und Verse. Später erzählen sie gehörte Märchen nach oder erfinden eigene Geschichten. Aus Zuhörern werden so Erzähler, die Sprache als Schlüssel zur Welt erleben.

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