Verwaltung fragt Interesse bei den Bürgern ab

Entwicklungskonzept für das Dorf Greste angestrebt

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Leopoldshöhe-Greste (mib). Die Idee, für das alte Dorf Greste ein Entwicklungskonzept zu erarbeiten, wurde schon vor zwei Jahren geboren. Jetzt möchte die Verwaltung es angehen - sofern die Bewohner mitziehen.

Viele der ehemals landwirtschaftlich genutzten Gebäude stehen heute leer. Wie sie erhalten und zukünftig genutzt werden könnten, dazu möchte die Verwaltung gemeinsam mit den Eigentümern Überlegungen anstellen. Vom Hochbau- und Planungsausschuss bekam sie am Donnerstag grünes Licht, zunächst bei den Hofeigentümern das grundsätzliche Interesse abzufragen. "Vielleicht haben sie ja auch schon eigene Vorstellungen entwickelt", begrüßte Ausschussvorsitzender Dirk Puchert-Blöbaum den Verwaltungsvorschlag.

Bautätigkeiten und Neubauten würden nicht angestrebt, betonte Fachbereichsleiter Hermann Oortman. "Wir fühlen uns dem schönen Dorf Greste verpflichtet", begründete er die Intention der Verwaltung. Deshalb wolle sie mit den Bürgern nach Lösungen suchen, wie  der historische Gebäudebestand geschützt und bewahrt werden kann - zumal im Außenbereich nur bestimmte Nutzungen erlaubt seien.
Hans Gräfe (CDU) bezweifelte, dass viele neue Erkenntnisse dabei herauskommen. "Das werden wir dann ja sehen", konterte Oortman.

Die Eigentümer hätten doch selbst die Initiative ergreifen müssen, meinte Grünen-Fraktionsvorsitzender Jürgen Hachmeister, der keine Notwendigkeit sah, dass sich das Rathausteam hier einbringt und zusätzliche Arbeit aufbürdet. "Es ist unstrittig und berechtigt, dass sich die Verwaltung Gedanken macht", hielt Puchert-Blöbaum dagegen, "der Bedarf ist da." Letztlich bekam die Verwaltung die Legitimation vom Ausschuss, mit den Dorfbewohnern Kontakt aufzunehmen.

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