Millionen-Förderung für neues Schulzentrum in Lügde

Martin Fröhlich

  • 0
- © Symbolfoto: dpa
Geld (© Symbolfoto: dpa)

Düsseldorf/Bielefeld. In den Kommunen der Region wird reichlich gebaut. Helfen soll dabei eine kräftige Finanzspritze aus dem Städtebauförderprogramm des Landes. Nach Westfalen fließen in diesem Jahr insgesamt mehr als 150 Millionen Euro für 140 Projekte.

In OWL profitieren mehr als 30 Kommunen von den Fördermitteln. Die Höhe der Summen reicht vom niedrigen sechsstelligen Bereich bis hin zu Millionenbeträgen. Das größte Projekt in OWL ist die Sanierung der Mindener Innenstadt. Hierfür stellt das Land knapp fünf Millionen Euro bereit.

Minden will die Fußgängerzone umgestalten, die Martinitreppe umbauen, mehr Beleuchtung schaffen und das Rathaus energetisch sanieren. Knapp 4,8 Millionen fließen nach Lügde. Dort soll unter anderem ein Schulzentrum barrierefrei zu einem Kultur- und Bildungscampus umgebaut werden.

Insgesamt zehn Projekte in OWL werden mit einer Million Euro oder mehr unterstützt. Bad Wünnenberg erhält zwei Millionen für die energetische Sanierung des multifunktionalen Schulzentrums. Steinheim bekommt 1,96 Millionen Euro für die Modernisierung der Bürgerhalle, Warburg freut sich über 1,3 Millionen beim Umbau zum barrierefreien historischen Stadtkern.

Herford erhält 1,35 Millionen für die Aufwertung von Altem Markt und Unter den Linden. Kirchlengern bekommt 1,45 Millionen, mit denen unter anderem das Zentrum barrierefrei werden soll. Nach Espelkamp fließen 1,54 Millionen für einen Mehrgenerationenpark.

Ziel des Förderprogramms ist vor allem die Entwicklung und Neugestaltung von Stadtzentren. Außerdem sollen benachteiligte Viertel gestärkt werden, Programme zur Bürgerbeteiligung unterstützt werden und der Umbau städtischer Einrichtungen vorangetrieben werden. Zentrale Themen sind dabei der soziale Zusammenhalt und die Integration verschiedener Bevölkerungsgruppen.

Insgesamt fließen 2017 in ganz NRW 325 Millionen Euro in die kommunale Infrastruktur. Das sind 64 Millionen Euro mehr als 2016, wie das Ministerium für Bauen, Wohnen, Verkehr und Stadtentwicklung mitteilt.

Minister Michael Groschek (SPD) sagte: "Die Kommunen in NRW stehen vor großen Herausforderungen - wir wollen, dass unsere Stadtviertel und Wohnquartiere auch in Zukunft eine Heimat für ganz unterschiedliche Menschen bieten, für Junge und Alte, für Reiche und Arme, für Einheimische und Zugewanderte."

Er sprach von einem Rekordniveau der Unterstützung. Das Geld stammt aus Töpfen des Landes, des Bundes, der EU und der Kommunen.

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2017
Texte und Fotos von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

0 Kommentare
0 Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem gültigen LZ-Plus-Zugang möglich. Jetzt testen!