Als vierte lippische Kommune: Lügde wird Fairtrade-Stadt

Achim Krause

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Hohe Auszeichnung: Der Ehrenbotschafter von Transfair, Manfred Holz (hinten links), und die Vertreterin des Kreises Lippe, Anja Szalatney, überreichen Bürgermeister Heinz Reker die Fairtrade-Zertifizierungsurkunde. Mit dabei ist die Steuerungsgruppe mit (vorne von links) Holger Nolte-Guenther, Holger Busch, Volker Thiele, Hubert Klenner und Achim Krause. - © Privat
Hohe Auszeichnung: Der Ehrenbotschafter von Transfair, Manfred Holz (hinten links), und die Vertreterin des Kreises Lippe, Anja Szalatney, überreichen Bürgermeister Heinz Reker die Fairtrade-Zertifizierungsurkunde. Mit dabei ist die Steuerungsgruppe mit (vorne von links) Holger Nolte-Guenther, Holger Busch, Volker Thiele, Hubert Klenner und Achim Krause. (© Privat)

Lügde. Was haben Paris, New York, München und Lügde gemeinsam? Seit Sonntag gehört die Osterräderstadt offiziell zum Kreis der Fairtrade-Städte. Der Ehrenbotschafter von Transfair, Manfred Holz, hat Bürgermeister Heinz Reker die Anerkennungsurkunde überreicht. Damit ist Lügde nach Lage, Lemgo und Oerlinghausen die vierte Kommune in Kreis Lippe mit diesem Zertifikat. 

Für den offiziellen Akt auf dem Marktplatz hatte sich die Stadt in Kooperation mit dem Klima-Pakt Lippe ein Open-Air-Klimapicknick ausgedacht. Alle Besucher waren zu einem kostenlosen Frühstück mit Produkten mit positiver Ökobilanz und fair gehandeltem Kaffee eingeladen.

Auf Antrag der SPD-Fraktion hatte der Rat der Stadt einstimmig den Beschluss gefasst, sich als Fairtrade-Stadt zu bewerben. Vorab mussten jedoch einige Anforderungen erfüllt werden. So mussten unter anderem mindestens vier Geschäfte und zwei Gastronomiebetriebe nachgewiesen werden, die fair gehandelte Produkte anbieten.

„Das schaffen wir", war sich die eigens zur Koordination gegründete Steuerungsgruppe um Holger Busch, Hubert Klenner, Joachim Krause, Pfarrer Holger Nolte-Guenther und Volker Thiele sicher. Unter anderem hatten sie dabei den Erste-Welt-Laden oder die Kolpingsfamilie im Kopf, die seit Jahren fair gehandelte Produkte vertreiben. Unterstützt wurde die Bewerbung auch von der Johannes-Gigas-Schule: Dort wurden zum Tag der offenen Tür Fairtrade-Produkte angeboten.

Das Siegel ist ein erster Schritt

Und auch Anja Szalatnay vom Kreis Lippe half mit Hinweisen und Tipps beim Bewerbungsprozess und war nun voll des Lobes: „Ab heute sind Sie Teil einer fairen Gemeinschaft, denn Sie zeigen mit dieser Zertifizierung, dass soziales Engagement nicht an Grenzen enden darf", sagte sie und sprach aus, was auch Manfred Holz in seiner Laudatio erklärte: „Sie haben sich selbst die Frage gestellt, in was für einer Welt Sie zukünftig leben wollen. Jeder Weg beginnt mit einem ersten Schritt, und ich freue zu sehen, wohin Sie dieser Weg führen wird."

Diese Zertifizierung sei letztlich kein Verdienst eines Einzelnen, sondern einer Gemeinschaft. Nur mit der Hilfe und Unterstützung von engagierten Menschen sei ein solches Projekt umsetzbar. „Lügde hat bewiesen, dass hier solch engagierte Menschen leben. Menschen, denen es wichtig ist, dass Chancengleichheit für alle gilt. Niemand möchte unfair behandelt werden", so Szalatney, während sie im Auftrag von Landrat Dr. Axel Lehmann kleine, fair gehandelte Geschenke überreichte.

Mit der Verleihung des Siegels ist das Kapitel Fairtrade für Lügde jedoch noch nicht abgeschlossen. Es ist vielmehr ein Auftakt, in den kommenden Jahren die Sensibilität der Bürger für fair gehandelte Produkte weiter zu schärfen.

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