Elbrinxer Störche ziehen gen Süden

Achim Krause

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Ein Bild aus gemeinsamen Tagen: Bereits am 9. August haben 17 Jungstörche die Storchenstation Elbrinxen verlassen. Nun sind ihnen neun der älteren Tiere gefolgt. - © Achim Krause
Ein Bild aus gemeinsamen Tagen: Bereits am 9. August haben 17 Jungstörche die Storchenstation Elbrinxen verlassen. Nun sind ihnen neun der älteren Tiere gefolgt. (© Achim Krause)

Lügde-Elbrinxen. Ein bisschen Abschiedswehmut war bei den Mitgliedern des Storchenvereins schon dabei, als sich als Letzte die neun Altstörche aus der Storchenstation in Elbrinxen auf den Weg Richtung Süden aufgemacht haben. Bereits am 9. August waren die 17 Jungstörche aufgebrochen.

Zurzeit sind noch sechs Altstörche in Elbrinxen geblieben, von denen zwei bis drei möglicherweise auch noch in wärmere Gefilde aufbrechen könnten, vermutet „Storchenvater" Rolf Klinge. Monatelang hatte man die majestätischen Vögel über den Wiesen, Feldern und Gewässern auf ihrer Futtersuche erleben können. „Der Tisch ist hier in unserer Natur reichlich gedeckt für sie", weiß Klinge.

Trotz der nass-kalten Witterung in diesem Sommer war es gelungen, alle geschlüpften Jungvögel aufzupeppeln. Sie konnten dadurch ihrer inneren Uhr folgend rechtzeitig den Flug gen Süden über die Frankreich-Spanien-Gibraltar- oder die Türkei-Route antreten. Auch in ihrer Genetik festgelegt ist die Reihenfolge des Abflugs: zunächst brechen immer die Jungtiere auf und dann mit zeitliche Abstand von zwei bis vier Wochen die älteren Störche. „Irgendwann kriegen sie plötzlich einen Impuls und dann starten sie. Das hat auch diesmal wieder gut geklappt", freut sich Klinge, der sich mit seinen Mitstreitern nun mit den Zurückgeblieben beschäftigen kann.

2016 waren es vier Weißstörche, die in Elbrinxen überwinterten. Allerdings starb eine 32-jährige Störchin an Altersschwäche. Jetzt hofft man im Storchenverein, dass im Frühjahr 2018 wieder viele von den „Elbrinxern" gesund und munter an ihren Standort zurückkehren und für reichlich Nachwuchs sorgen. Erfahrungsgemäß überlebe im Laufe der nächsten Jahre nur ein Drittel der Jungstörche.

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