Zugang für Elbrinxer Sportler ist dicht

Stadt sperrt maroden Balkon zu den Umkleideräumen

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Stadt sperrt maroden Freibadbalkon - © Lügde
Stadt sperrt maroden Freibadbalkon (© Lügde)

Lügde-Elbrinxen (jub). "Betreten verboten" steht auf dem roten Kunststoffschild am obergeschossigen Eingang des Elbrinxer Freibadgebäudes. Der große Balkon, der unter anderem zu den dort untergebrachten Umkleidekabinen des angrenzenden Sportplatzes führt, ist einsturzgefährdet.

Ein Statiker hatte die Konstruktion überprüft und der Stadt seine Ergebnisse mitgeteilt. Die sperrte daraufhin sofort sämtliche Zugänge des gefährdeten Bereiches. Jetzt überlegt die Verwaltung, wie sie das Problem mit dem maroden Balkon in den Griff bekommt. "Grundsätzlich gibt es zwei Lösungen. Eine wäre, den Balkon mit einem Stützwerk zu stabilisieren, dafür müsste allerdings erst der Untergrund auf seine Tragfähigkeit überprüft werden. Eine andere wäre, einen neuen Eingang auf der rückwärtigen Seite des Obergeschosses zu schaffen", erklärt Bauamtsleiter Günter Loges auf LZ-Nachfrage.

Den Ausblick von dem maroden Balkon auf das Freibad und den Sportplatz können die Sportler noch genießen. In ihre Umkleideräume kommen sie über die Anlage jedoch nicht. - © Foto: Blum
Den Ausblick von dem maroden Balkon auf das Freibad und den Sportplatz können die Sportler noch genießen. In ihre Umkleideräume kommen sie über die Anlage jedoch nicht. (© Foto: Blum)

Zur Erklärung: Der Balkon stammt aus den 1960er Jahren und war ursprünglich nur als Wetterschutz gedacht. Später wurde er, auch unter Berücksichtigung der Statik, begehbar gemacht und dient heute vor allem den Fußballern als Zugang zu ihren Kabinen. Vor allem für sie ist die derzeitige Situation alles andere als optimal. Weil die Räume am Freibad gesperrt sind, müssen die Sportler die etwa 400 Meter entfernten Umkleidekabinen der Grundschulsporthalle benutzen. "Damit können wir zurzeit sicher leben, aber eine Dauerlösung ist das sicherlich nicht", sagt Reinhold Hartmann, Vorsitzender des TSV Elbrinxen.

Ebenfalls betroffen von der Sperrung sind die Räume des örtlichen DLRG-Ortsvereins, der diese vor allem während des Freibadbetriebes dringend benötigt. "Grundsätzlich sind wir mit jeder Lösung einverstanden, solange die Sicherheit für alle Besucher im Sport- und Freibadbetrieb gewährleistet ist", äußert Bertram Wegner, Vorsitzender des Freibad-Fördervereins auf Nachfrage.

In dieser Woche will sich Günter Loges mit Vertretern der Elbrinxer Vereine treffen, um Details zu besprechen. "Wir beraten zurzeit intern einige Möglichkeiten, natürlich auch unter dem Gesichtspunkt der zu erwartenden Kosten", sagte Loges. Erste Ergebnisse sollen dem Ausschuss für Stadtentwicklung, Planen und Bauen am 6. Februar präsentiert werden.

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