Lügder Wirtschaft bemängelt langsames Internet

Gute Breitbandversorgung ist für Unternehmen essentiell wichtig

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Lügde. Diverse Sorgen und Nöte der Lügder Wirtschaft sind beim kommunalen Wirtschaftsgespräch der Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold (IHK) behandelt worden. Ganz oben an stand die DSL-Versorgung in der Osterräderstadt.

Gerade im ländlich geprägten lippischen Südosten, wo eine gute Breitbandversorgung für die Unternehmen essentiell sei, klemme es gewaltig. "Wir haben schon mit der Verkehrsanbindung gegenüber den meisten lippischen Kommunen einen deutlichen Standortnachteil. Da darf es nicht sein, dass wir bei der Breitbandversorgung auch noch hinten anstehen", wird ein Betroffener in einer Mitteilung der IHK zitiert. Orte wie Elbrinxen, Sabbenhausen und Wörderfeld lägen quasi im digitalen "Niemandsland".

Die Stadt Lügde werde sich deshalb an einem Gemeinschaftsprojekt beteiligen, mit dem der Breitbandausbau für ganz Lippe vorangebracht werden soll, teilt die IHK weiter mit. "Dies ist eine weitere Aufgabe, die auf die Kommunen zukommt. Uns ist aber bewusst, dass leistungsfähige Breitband-Verbindungen unabdingbar sind, um die Unternehmen vor Ort zu stärken. Daher werden wir uns für den Ausbau einsetzen", wird Bürgermeister Heinz Reker zitiert.

Rund 40 Unternehmensvertreter waren zu der Gesprächsrunde in die Räume der "Schwering & Hasse Elektrodraht GmbH" gekommen. Deren Geschäftsführer, IHK-Präsdent Ernst-Michael Hasse, freute sich über die Resonanz. Für eine kleine Stadt wie Lügde sei das "ganz hervorragend."

Gesprächsstoff gab es auch über DSL hinaus allerhand. Über die künftige Ausgestaltung der regionalen Energieversorgung sei genauso gesprochen worden, wie über die Auswirkungen des demografischen Wandels und den klammen Kommunalhaushalt, berichtet die IHK.

Sehr kontrovers hätten die Wirtschaftsvertreter mit Bürgermeister Reker über den Umgang mit denkmalgeschützten Häusern in der historischen Innenstadt diskutiert. In der Kernstadt von Lügde ständen zahlreiche Immobilien leer. Es müsse nach Lösungen gesucht werden, wie die freien Häuser alsbald wieder eine Nutzung erhalten könnten. Aus Sicht der Anwesenden sollte über eine Lockerung der Denkmalschutzbestimmungen nachgedacht werden. Auch ein Abriss dürfe im Notfall kein Tabuthema sein. Denkmalschutz bleibt Streitpunkt

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