Uwe Tillmanns steht als Leiter der geplanten Lügder Sekundarschule in den Startlöchern

"Jetzt liegt es an den Eltern der Viertklässler"

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Uwe Tillmanns, Leiter der Johannes-Gigas-Schule, hofft darauf, die erforderlichen 60 Anmeldungen zu bekommen. - © Foto: Blum
Uwe Tillmanns, Leiter der Johannes-Gigas-Schule, hofft darauf, die erforderlichen 60 Anmeldungen zu bekommen. (© Foto: Blum)
Lügde. Die Lügder Sekundarschule kommt. Welche Aufgaben Uwe Tillmanns und sein Kollegium nun erfüllen müssen, darüber spricht der Leiter der Johannes-Gigas-Schule im LZ-Interview.

Seit vergangener Woche ist es amtlich: Lügde darf zum neuen Schuljahr mit einer Sekundarschule an den Start gehen - vorausgesetzt, die erforderlichen 60 Anmeldungen für die neue Schulform werden rechtzeitig erreicht.

Herr Tillmanns, was ist Ihnen durch den Kopf gegangen, als Heinz Reker Ihnen die Nachricht über den positiven Bescheid zur Sekundarschule überbracht hat?

Uwe Tillmanns: Ich war auf jeden Fall erfreut. Wir beide waren uns zu 90 Prozent sicher, dass die Genehmigung erteilt werden wird - die Frage war nur, wie zeitnah zu dem Anmeldefenster das passiert. Im Vorfeld alles für den Antrag erforderliche, etwa das pädagogische Konzept, rechtzeitig auf die Beine zu stellen und mit der Politik abzustimmen, war rückblickend schon ein recht langwieriger Prozess.

Ihre Kollegin Ute Schaper hat im Schulausschuss gesagt, sie sei sehr froh, mit ihren Kollegen nun endlich an die Arbeit gehen zu können.

Tillmanns: Richtig, jetzt müssen die nächsten Schritte folgen. Jetzt liegt es an den Eltern der Viertklässler.

Sie spielen sicher auf die erforderlichen 60 Anmeldungen für die Sekundarschule an.

Tillmanns: Die Eltern müssen sich einfach bewusst werden, dass es dieses Mal keine verspäteten Anmeldungen nach dem Fristende am 16. Februar geben wird. Wir wollen jetzt weiter offensiv werben und ich bin optimistisch, dass wir die notwendigen Anmeldungen bekommen werden.

Gab oder gibt es im Kollegium auch Lehrer, die die neue Schulform vielleicht etwas skeptischer sehen?

Tillmanns: Wir haben uns alle gemeinsam schon vor den Sommerferien 2012 intensiv mit dem Thema beschäftigt und auf den Lehrerkonferenzen diskutiert - das waren teilweise auch sehr ausgiebige Diskussionen. Als das Thema dann auf politischer Ebene konkret wurde, mussten wir unseren Weg wählen. Denn rein konzeptionell hätte es ab Klasse Sieben verschiedene Möglichkeiten gegeben, nämlich eine teil- oder komplett integrierte und eben kooperative Sekundarschule. Ich will nicht verhehlen, dass es fünf oder sechs Lehrer von insgesamt 30 gab, die letzteres Modell favorisiert haben. Die Mehrheit und auch die Schulleitung war aber der Meinung: Wenn Sekundarschule, dann richtig.

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