Sechs Osterräder werden traditionell in der Emmer gewässert

Eichenkolosse nehmen ein eiskaltes Bad

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Osterräder werden traditionell gewässert - © Lügde
Osterräder werden traditionell gewässert (© Lügde)

Lügde (khk). Sechs Osterräder werden traditionell am Montagnachmittag in die Emmer gerollt, so auch diesmal. "Da müssen wir erst noch ein Loch ins Eis der Emmer schlagen", frotzelte manch ein Schlachtenbummler im eisigen Wind. Da war auch ein wenig Galgenhumor dabei, denn auch wenn es milder werden soll, wird die Ostersonne es nicht leicht haben. 

Die rund 250 Kilo schweren Konstruktionen aus Eichenholz werden sich, bis sie am Karsamstag gegen 17 Uhr wieder von ihren Ketten befreit werden, jeweils mit rund 30 Kilo Emmerwasser vollgesaugt haben, um die Flammen am Ostersonntag zu überleben. Das Wässern der Räder wurde von vielen Lügdern begleitet, denn es war der Auftakt zum jährlichen Spektakel am Osterberg.

Wenn alles nach Plan läuft, werden die Räder am Ostersonntag gegen 21 Uhr rollen. Das Rahmenprogramm mit Umzug und Stopfen der Räder plus Bauernmarkt im Emmerauenpark beginnt bereits gegen 13 Uhr. Das Brauchtum findet übrigens einmal mehr seinen Weg ins Fernsehen: Der NDR strahlt am Karfreitag um 20.15 Uhr in der Reihe "Landpartie" einen Bericht aus.

Sechs Osterräder werden traditionell am Montagnachmittag in die Emmer gerollt, so auch diesmal. - © Foto: Krull

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