Kassenhäuschen in Oerlinghausen explodiert

Karin Prignitz

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Nicht mehr viel übrig: Ein Trümmerhaufen ist vom Kassenhäuschen geblieben. Der Inhalt ist bis zu 60 Meter weit geflogen. - © Karin Prignitz
Nicht mehr viel übrig: Ein Trümmerhaufen ist vom Kassenhäuschen geblieben. Der Inhalt ist bis zu 60 Meter weit geflogen. (© Karin Prignitz)

Oerlinghausen. Das Dach des Kassenhäuschens liegt meterweit entfernt auf dem Rasen, ein weißes Schrankelement auf dem asphaltierten Weg. Die Tür ist in die Büsche geflogen. Splitter liegen weit verstreut bis auf die 60 Meter entfernte Tartanbahn.

Unbekannte haben vermutlich in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch das 2,50 x 1,50 Meter große Kassenhäuschen am Sportplatz des Nikas-Luhmann-Gymnasiums in die Luft gesprengt. "Das muss wahnsinnig gerumst haben", vermutet Frank Hollinderbäumer. Er hat das Unglück am frühen Mittwochmorgen entdeckt.

"Es roch nach Silvesterknallern", beschreibt der Hausmeister die erste Wahrnehmung. Am Mittag nehmen Kriminalbeamte die Ermittlungen auf, denn das, was passiert sei, "geht eindeutig über Vandalismus hinaus", das betont auch Helmut Holthöfer vom Bauamt.

Am Donnerstag wird wieder trainiert

Das Kassenhäuschen gibt es seit dem Bau des Sportplatzes Mitte der 70er Jahre. Als solches genutzt wurde es nicht mehr. Allerdings haben die Arminia-Frauen der 1.Mannschaft dort ihre Trainingsutensilien untergebracht. "Der Verein ist heute Morgen informiert worden", bestätigt Abteilungsleiter Werner Jöstingmeyer. Das am Mittwochabend stattfindende Training sei daraufhin verlegt worden. In Oerlinghausen werde erst wieder am Donnerstag trainiert.

Taschen, Stangen, Sprungstäbe, Hürden, all diese Dinge befanden sich in der Hütte. "Gott sei Dank keine Bälle", sagt Jöstingmeyer. "Hochgradig erschreckend", findet Katrin Tebben, die stellvertretende Schulleiterin des NLG, was unweit der Schule passiert ist. Die Täter müssen nach Einschätzung der Kripo über das verschlossene Tor auf den Sportplatz gelangt sein. Um 22 Uhr sei noch alles in Ordnung gewesen. Wann die Tat passiert ist, dazu gibt es bislang keine Aussagen.

Die Beamten gehen von einem selbstgebastelten Sprengsatz aus. Der Schaden liegt nach ersten Schätzungen bei 5.000 Euro. Wer etwas gehört oder gesehen hat, soll sich mit der Kripo in Detmold unter der Rufnummer 05231-6090 in Verbindung setzen.

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