Kosten für den Neubau der Grundschule Südstadt begrenzt

Sigurd Gringel

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Südstadtschule: Der alte Komplex soll so lange erhalten bleiben, bis die neue Schule nebenan fertig ist. Das könnte 2020 der Fall sein. - © Jens Reddeker
Südstadtschule: Der alte Komplex soll so lange erhalten bleiben, bis die neue Schule nebenan fertig ist. Das könnte 2020 der Fall sein. (© Jens Reddeker)

Oerlinghausen. Zum Bau der neuen Südstadtschule wird es einen Architektenwettbewerb geben. Zudem sollen die Kosten gedeckelt werden. Darauf haben sich jetzt die Mitglieder des Hauptausschusses geeinigt. Die Zustimmung des Hauptausschusses sagt allerdings noch nichts über die tatsächliche Ausschreibung aus.

Die Raumkonzepte der beiden Varianten hatte der Planer bereits im jüngsten Schulausschuss vorgestellt: Eine zweizügige Schule oder eine zweizügige Schule mit der Option auf Erweiterung zu einer dreizügigen sind möglich. Die Kosten für den Architektenwettbewerb liegen je Variante bei etwa 90.000 Euro – das Preisgeld in Höhe von 64.000 Euro inbegriffen. Bürgermeister Dirk Becker empfahl den Politikern, sich für eine Ausschreibungsvariante zu entscheiden. „Sonst wären das zwei Wettbewerbe, das sollten wir vermeiden."

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Drei Ausschussmitglieder der CDU enthalten sich

In der Abstimmung über die Südtstadtschule hatten sich drei der vier CDU-Mitglieder enthalten, statt mit Nein zu stimmen. Offenbar wurde der Beschlussvorschlag, der den SPD-Vorstoß zur Deckelung der Kosten für beide Varianten der neuen Grundschule enthielt, falsch verstanden. Angelika Linder sagte verwundert: „Dann haben wir uns verwählt." Darauf Dirk Becker: „Ich dachte schon, sie wären einsichtig geworden." In der nächsten Sitzung wird die CDU den Antrag stellen, jegliche Beschlussvorschläge – inklusive möglicher erarbeiteter Änderungen – während der Sitzung und vor der entsprechenden Beschlussfassung nochmals laut und deutlich vorzulesen, teilt Lindner mit.

Die Entscheidung soll noch vor den Sommerferien fallen, damit die Architektenbüros in der Politikpause arbeiten können. Im Herbst soll der Siegerentwurf ausgewählt werden. Das Geld für den Wettbewerb ist bereits im Haushalt eingeplant, sagte Kämmerin Melanie Koring. Es stammt aus dem Förderprogramm „Gute Schule 2020". Oerlinghausen erhält aus der Landesförderung vier Jahre lang je 250.000 Euro.

Die zweizügige Variante soll 8,75 Millionen Euro kosten, die Optionsvariante 10,07 Millionen Euro. Die SPD-Fraktion schlug nun vor, die Kosten zu deckeln, wie es in der Politsprache heißt. Auf 8,75 Millionen beziehungsweise 9,75 Millionen Euro. In der SPD-Variante würden sich durch die Reduzierung die Zahl der Klassenräume ändern. Angelika Lindner von der CDU kündigte für ihre Fraktion an, in der Abstimmung mit Nein zu votieren. „Wir haben nichts gegen die Schule, aber gegen die Methode", sagte sie. „Wir wollten immer eine Machbarkeitsstudie, das hätte uns Mehraufwand erspart."

Bürgermeister Dirk Becker fragte, welche zusätzlichen Fakten eine Machbarkeitsstudie hätte bringen können. „Was wäre gravierender als die Schülerzahlen? Was hat Ihnen gefehlt?" Man hätte alle Möglichkeiten gegenüberstellen sollen, antwortete Angelika Linder, einschließlich der Möglichkeit, dass Lipperreihe zur Privatschule werden könnte. CDU-Mann Michael Smolnik stimmte der Deckelung zu, ebenso wie SPD, FDP und Freie Wähler.

Ob in Lippereihe ein privater Träger einsteigen und eine Bekenntnisschule errichten kann, muss vor der Entscheidung über den Architektenwettbewerb geklärt werden. Es habe aber keine weiteren Gespräche gegeben, sagte Melanie Koring.

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