Förster nennt Waldbeweidung durch Hochlandrinder einen Erfolg

Emily Fröse und Kristoffer Fillies

  • 1
Vor einer Herde schottischer Hochlandrinder bedankt sich DVL-Vorsitzender Josef Göppel mit einem Präsentkorb voll regionaler Produkte bei dem CDU-Bundestagsabgeordneten Cajus Caesar für dessen Engagement. - © Kristoffer Fillies
Vor einer Herde schottischer Hochlandrinder bedankt sich DVL-Vorsitzender Josef Göppel mit einem Präsentkorb voll regionaler Produkte bei dem CDU-Bundestagsabgeordneten Cajus Caesar für dessen Engagement. (© Kristoffer Fillies)

Oerlinghausen. Die Kuh macht Muh. Schottische Hochlandrinder machen das auch. Und wer des öfteren im Naturschutzgebiet Senne unterwegs ist, hört solche Töne häufiger – denn 32 dieser Rinder sind schon seit einigen Jahren in der Senne sesshaft. Seit 2011 gibt es das Naturschutzgroßprojekt Senne und Teutoburger Wald, das von Bund, Land und der Region gefördert wird.

Einen nicht geringen Anteil daran hat der CDU-Bundestagsabgeordnete Cajus Caesar, der sich von Anfang an für das Projekt engagiert hat und sich in dieser Legislaturperiode für eine Erhöhung der Finanzmittel stark gemacht hat. Dafür gab es jetzt ein Dankeschön vom Deutschen Verband für Landschaftspflege (DVL) – einen Präsentkorb mit regionalen Produkten aus der Senne. „Caesar hat sich dafür eingesetzt, dass die Zusammenarbeit von Forstwirtschaftern, Naturschützern und Kommunalpolitikern hier in der Senne vorangeht und eine Etaterhöhung für dieses wichtige Projekt erwirkt", sagt DVL-Vorsitzender Josef Göppel (CSU-MdB).

Förster Klaus Schwabedissen ist mit dem bisherigen Verlauf des Projekts zufrieden. „Im siebten Jahr schon solche Entwicklungen zu sehen, ist toll." So weideten die Rinder die invasive Traubenkirsche ab, was dazu führe, die typische Landschaftsform der Senne zu erhalten. Außerdem sind seit Beginn des Projektes mehr als 90 Vogelbrutpaare dazugekommen, die auf der Roten Liste für bedrohte Tierarten stehen.

50 Millionen Euro kamen in dieser Legislaturperiode für die Naturschutzgroßprojekte neu dazu. Das Projekt Senne und Teutoburger Wald erhält 11,2 Millionen Euro, wovon 70 Prozent vom Bund und weitere 20 Prozent vom Land NRW kommen. Die übrigen zehn Prozent werden in OWL aufgebracht. „Während man im Haushaltsausschuss nur das Papier vor sich hat, kann man hier im Naturschutzgebiet sehen, wofür man sich tatsächlich eingesetzt hat", sagt Caesar, selbst Förster. Der 66-Jährige wird zum September aus dem Bundestag ausscheiden, will sich aber weiterhin für die Projekte einsetzen.

„Wie ein Fenster in die Natürlichkeit", sieht Josef Göppel die Senne, weil sie die Natur in unmittelbarer Nähe zu den Menschen aus den angrenzenden Orten bietet. Das werde von den Leuten gut angenommen, bestätigt Förster Schwabedissen. „Besonders am Wochenende sehe ich immer wieder Menschen auf den Wegen durch den Wald spazieren." Der DVL vertritt ein „Leben und Wirtschaften im Einklang mit der Natur". Gegensätze zwischen Naturschützern und Landwirten sollen überwunden werden – auch mit Hilfe von 18 Biologischen Stationen in NRW, darunter Paderborn/Senne und Ravensberg im Kreis Herford.

Mehr Informationen über den DVL gibt es hier.

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2017
Texte und Fotos von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

1 Kommentar
1 Kommentar

Das Kommentieren ist nur mit einem gültigen LZ-Plus-Zugang möglich. Jetzt testen!