Oerlinghauser Gewerke stimmen sich seit Jahrzehnten ab

Handwerker arbeiten Hand in Hand

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Sie verkörpern viele verschiedene Gewerke. Einmal im Monat kommen die Handwerker in der Stadtschänke zusammen. Aus dem einstigen Stammtisch ist ein Handwerkskreis geworden, wie das runde Emblem zeigt. - © Foto: Prignitz
Sie verkörpern viele verschiedene Gewerke. Einmal im Monat kommen die Handwerker in der Stadtschänke zusammen. Aus dem einstigen Stammtisch ist ein Handwerkskreis geworden, wie das runde Emblem zeigt. (© Foto: Prignitz)

Oerlinghausen (kap). Dass die Handwerker sich in der Bergstadt untereinander kennen, davon haben nach Überzeugung des "Handwerkskreises Oerlinghausen" auch die Kunden was. Die Gruppe besteht jetzt seit 20 Jahren.

Und 20 Handwerker waren es auch, die im Berggasthof den Handwerker-Stammtisch gründeten, wie er bis 2004 hieß. Winfried Ober und Rainer Quermann waren die Initiatoren. "Das Wohnzimmer war voll bis hinten hin."

Hauptgrund, erzählt Winfried Ober, sei gewesen, das Image des Handwerks zu stärken. Aber auch das Kennenlernen untereinander und der Austausch seien wichtige Triebfedern gewesen. Sich fremd auf dem Bau gegenüberzustehen, das sollte es nicht mehr geben. "Wir haben die Zusammenarbeit bewusst gesucht, wollten das kollegiale Verständnis fördern", bestätigt Rainer Quermann, "und das hat gut funktioniert."

Einmal monatlich finden seither Treffen in der Stadtschänke statt. Mittlerweile sind es ein paar weniger. "Dass jeder jeden kennt, ist wichtig", meint Julia Tintelnot-Kramme. Da werde auch schon mal mit Ersatzteilen untereinander ausgeholfen. Viele Kunden, gerade die neu hinzugezogenen, sagt Ingmar Kramme, empfänden das Hand-in-Hand-Arbeiten der verschiedenen Gewerke als Vorteil. "Sie fühlen sich gut beraten" und müssten nicht hinter jedem Einzelnen herlaufen.

Klaus-Dieter Koch kann sich erinnern, dass der Handwerkskreis auch in Schulen Präsenz gezeigt hat. In der Heinz-Sielmann-Schule beispielsweise habe es eine große Schauwand, Informationsveranstaltungen und einen Elternabend gegeben. "Wir wollten den Schülern und den Bürgern das Handwerk näherbringen."
Derzeit wird überlegt, ob der Flyer mit dem Handwerker-Verzeichnis und dem von Karin Stengel entworfenen Em­blem aktualisiert wird. Motto: "Eine runde Sache."

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