Wehr ist immer mehr Stunden im Einsatz

Aktive ziehen Bilanz

Von Karin Prignitz

Bürgermeisterin Dr. Ursula Herbort (l.), der stellvertretende Wehrführer

Udo Bollhorst (3.v.l.), Wehrführer Th omas Kronshage (5.v.l.), Kreisbrandmeister Karl-Heinz Brakemeier (2.v.r.) und Beigeordneter Hans-Jörg Düning-Gast (r.) gratulieren Siegfried Suchy (2.v.l.),

Gerhard Fillies (4.v.l.), Dieter Kindsgrab (6.v.l.), Dieter Sielemann (4.v.l.) sowie Henning Tödtmann (3.v.r.). - © Foto: Prignitz
Bürgermeisterin Dr. Ursula Herbort (l.), der stellvertretende Wehrführer
Udo Bollhorst (3.v.l.), Wehrführer Th omas Kronshage (5.v.l.), Kreisbrandmeister Karl-Heinz Brakemeier (2.v.r.) und Beigeordneter Hans-Jörg Düning-Gast (r.) gratulieren Siegfried Suchy (2.v.l.),
Gerhard Fillies (4.v.l.), Dieter Kindsgrab (6.v.l.), Dieter Sielemann (4.v.l.) sowie Henning Tödtmann (3.v.r.). (© Foto: Prignitz)

Oerlinghausen. Zu 119 Einsätzen ist die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Oerlinghausen im vergangenen Jahr ausgerückt. 19-mal weniger als 2010. Geleistet wurden dennoch 302 Stunden mehr.

Zeitintensiv war vor allem der "Virus-Einsatz" an der Jugendherberge, bei dem etliche Kameraden die ganze Nacht hindurch die Stellung hielten. Auffällig, sagte Wehrführer Thomas Kronshage, sei außerdem die hohe Anzahl schwerer Verkehrsunfälle mit leider zwei Todesopfern gewesen.

Bei fünf der acht Hilfeleistungen seinen Personen in ihren Fahrzeugen eingeklemmt gewesen. Gerufen wurden die Kameraden zu insgesamt 56 technischen Hilfeleistungen und 53 Brandbekämpfungen. 2.735 Stunden wurden im Jahr 2011 geleistet. Dabei kamen 1.641 Blauröcke zum Einsatz. "Sie verkörpern ehrenamtlichen Einsatz in absolut vorbildlicher Weise und haben gezeigt, wie einsatzfähig die Feuerwehr ist", lobte Bürgermeisterin Dr. Ursula Herbort, die insbesondere für die unendlich vielen Einsatzstunden während der Feste des Stadtjubiläums dankte. Aber auch für die Bereitschaft der Kameraden, sich stetig aus- und fortzubilden. "Das ist kein Zuckerschlecken." Vor allem vor dem Hintergrund des rasanten technischen Fortschrittes.

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Eine Stufe höher

Folgende Feuerwehrleute wurden befördert: Jaqueline Niebel zur Feuerwehrfrau, Nikolas Hanke, Marius Janz, Kevin Anderson, Sebastian Saßmannshausen, Niklas Pätzold und Björn Zehlein zum Feuerwehrmann, Frederic Janke und Andre Fietz zum Oberfeuerwehrmann, Timm Stotzka, Frederic Dorneau, Marvin Willrich und Denis Pereira da Mota zum Unterbrandmeister, Kay Junghöfer zum Brandmeister, Alexander Malz zum Oberbrandmeister, Ralf Solle zum Hauptbrandmeister sowie unmittelbar nach der bestandenen Prüfung Stabsarbeit Udo Sieveke zum Brandinspektor. (kap)

"Die Ausbildung gerade in diesem Bereich wird immer wichtiger", bestätigte Thomas Kronshage. "Da müssen wir sehen, dass wir am Ball bleiben." Das taten die Kameraden, wie sich an der hohen Anzahl der Stunden ablesen ließ. Insgesamt 3570 Stunden investierten die Aktiven in die Weiterbildung. In seiner Rede dankte Thomas Kronshage der Stadt auch für die Anschaffung des neuen Tanklöschfahrzeuges (TLF).

Derzeit gehören der Freiwilligen Feuerwehr Oerlinghausen und den Fördervereinen 429 Kameraden an. 95 versehen den aktiven Dienst, darunter 9 Frauen. 28 Kameraden spielen im Musikzug. 33 Blauröcke gehören der Ehrenabteilung an, 221 sind dem Förderverein beigetreten. Und auch die Jugendabteilung ist begehrt. Derzeit gibt es eine Warteliste.

Zu denen, die sich seit Jahrzehnten im Sinne ihrer Mitbürger in den Dienst der guten Sache gestellt haben, gehören Gerhard Fillies und Siegfried Suchy. Beide wurden während der Jahreshauptversammlung für ihre 60-jährige Mitgliedschaft geehrt. Dieter Sielemann gehört der Wehr seit 45 Jahren an, Hans Werner Meyer seit 35 Jahren.

Auf eigenen Wunsch wurde Dieter Kindsgrab als Sprecher der Ehrenabteilung verabschiedet. Henning Tödtmann ist sein Nachfolger.

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