Mit Video: Vorbereitungen für neue Freibadsaison in Schieder

Sabine Hergemöller

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Die Fördervereinsmitglieder werden tatkräftig von der Freiwilligen Feuerwehr Schieder und dem Technischen Hilfswerk aus Detmold unterstützt. Sukzessive verschwinden die Ablagerungen auf dem blauen Beckenboden. - © Sabine Hergemoeller
Die Fördervereinsmitglieder werden tatkräftig von der Freiwilligen Feuerwehr Schieder und dem Technischen Hilfswerk aus Detmold unterstützt. Sukzessive verschwinden die Ablagerungen auf dem blauen Beckenboden. (© Sabine Hergemoeller)

Schieder-Schwalenberg. Damit am 20. Mai die Badesaison im Freibad Schieder starten kann, haben sich am Samstagmorgen Mitglieder des Fördervereins mit Helfern von Freiwilliger Feuerwehr und dem Technischen Hilfswerk (THW) getroffen, um die 
Becken zu entleeren und zu reinigen. Dabei stellte sich 
heraus: Der Boden des Sprungbeckens bedarf dringend einer Überholung.

„Für uns ist das eine tolle Gelegenheit für eine Übung. Da uns selbst Pumpen in der entsprechenden Größenordnung fehlen, baten wir das THW aus Detmold mit seinem Material und Helfern um Unterstützung und Anleitung", erklärt der Schiederaner Löschzugführer Thomas Gayermann die Einsatzbereitschaft seiner Truppe. Schon in den frühen Morgenstunden hatte Lars Meier vom THW Detmold, Gruppenführer der Wasserschaden-/Pumpengruppe, mit zehn Mitstreitern die Fahrzeuge beladen, um den Schiederanern zur Seite zu 
stehen.

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Die fünf eingesetzten Pumpen wurden über ein eigenes portables Aggregat zur Stromversorgung betrieben und mit Holzbalken umbaut, um die sensiblen Beckenwände nicht zu beschädigen. Nach einer halben Stunde war der Wasserspiegel in den Becken um etwa 15 Zentimeter gesunken. 7.000 bis 8.000 Liter pro Minute wurden durch dicke Schläuche in den Schiedersee gepumpt. „Dem Kreis Lippe sind wir für die Genehmigung hierfür sehr dankbar. Chlor enthält das Wasser nicht mehr", erläuterte Rolf Stanislawski, stellvertretende Vorsitzender des Freibad-Fördervereins.

Während des Abpumpens ebneten fleißige Mitglieder unzählige Maulwurfshügel auf der Liegewiese ein und sammelten Äste und Zweige. Um den Anschluss der neuen automatischen Chlorungsanlage vorzubereiten, grub Frank Erbs, der Techniker des Fördervereins, Erde im Bereich der Wasserrutsche aus. Neben besserer Kontinuität der Zugabe von Chlor und dadurch noch größerer Sicherheit für die Schwimmer wird die Überprüfbarkeit der Werte per Smartphone den Einsatz der Ehrenamtlichen ein Stück weit entlasten.

„Unglaublich, wie viel Laub und Modder sich im Winter in den Becken sammelt", staunte Vereinsmitglied Inga Tölle, als der Boden des Kleinkinderbeckens zwei Stunden später sichtbar wird. Diesem Dreck rückten Stanislawski und Erbs mit Hochdruckreinigern 
zuleibe.

Nicht nur die Vereinsmitglieder, auch Mitglieder von Feuerwehr und THW nahmen Gummischieber in die Hand, um dem Schlamm und Laub Herr zu werden und die Seitenwände zu reinigen. „Ohne den ehrenamtlichen Einsatz wäre all dieses nicht leistbar", lobte Inga Tölle.

Bei den Grabungen wurde auch deutlich, dass der Grundwasserspiegel auf dem Freibad-Gelände nur knapp 20 Zentimeter unterhalb des 
Beckenrandes liegt, auf Höhe des Schiedersee-Niveaus. Über rundum verlegte Drainagepumpen musste die Umgebung trocken gelegt werden, damit das Grundwasser die sich leerenden Becken nicht hochdrückt oder beschädigt.

Gegen 17 Uhr war selbst das tiefe Becken unter dem Sprungturm leer und sauber. Insgesamt sind am Samstag rund 1.600 Kubikmeter Wasser bewegt worden. Gegen 19.30 Uhr machten auch die letzten Fleißigen erst einmal Feierabend.

Am Montag beginnen die Sanierungsarbeiten des Sprungbeckens, dessen Boden im Laufe der Zeit rauh geworden ist. Nun soll der Grund neu verputzt und gestrichen werden.

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