Ralf Hoffmann ist neuer Nachtwächter in der Trachten- und Malerstadt

Iris Liebig

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 Ralf Hoffmann wird als weiterer Nachtwächter Franz Grünwald und Josef Kirchhoff unterstützen. - © Foto: Liebig
 Ralf Hoffmann wird als weiterer Nachtwächter Franz Grünwald und Josef Kirchhoff unterstützen. (© Foto: Liebig)

Schieder-Schwalenberg. Die Nachtwächter Franz Grünwald und Josef Kirchhoff bekommen Verstärkung. Ralf Hoffmann wird als weiterer Nachtwächter in Schwalenberg seine Runden ziehen.

Ralf Hoffmann ist in Horn-Bad Meinberg und Steinheim aufgewachsen und kam vor 17 Jahren nach Schwalenberg. „Ich bin toll aufgenommen worden und habe gut Anschluss gefunden", sagt Hoffmann. „Ich möchte dem Ort gerne etwas zurückgeben aber es sollte etwas sein, was mir persönlich liegt und mit meinem Beruf vereinbar ist", erzählt er. Hoffmann ist Lkw-Fahrer und unter der Woche nicht vor Ort. Daher konnte es nur eine Aufgabe am Wochenende sein. „Ich möchte die Menschen gut unterhalten und ihnen etwas aus der Historie der Nachtwächter und von Schwalenberg vermitteln", sagt Hoffmann.

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Historie

Bereits im Mittelalter gab es Nachtwächter in Schwalenberg. Sie wachten über die Stadt, um sie vor Gefahren wie Bränden und Räubern zu schützen und gaben mit Horn und Lied die Uhrzeit bekannt – bis 1927. Im Jahr 1988 wurde der Brauch wiederbelebt. Erster Nachtwächter war Willi Planke (bis 1998). An seine Stelle rückte Josef Kirchhoff nach. Seit 1992 war Franz Grünwald bereits dabei. (li)

Erste Erfahrungen hat er bereits gesammelt, denn er hat in der vergangenen Saison die Nachtwächter auf ihren Rundgängen begleitet. Dabei hat Hoffmann auch das „Schwalenberger Echo" kennen gelernt: „Wenn wir die ,Neue Torstraße‘ entlanggehen, dann in eine kleine Gasse abbiegen und in unser Horn Richtung Brakelsiek pusten, erklingt ein Echo, was bei den Gästen immer sehr gut ankommt", erzählt Josef Kirchhoff. Allerdings müssten dabei viele Faktoren zusammenspielen. „Es darf zum Beispiel nicht neblig sein", sagt Hoffmann.

Die Nachtwächter in Schwalenberg gehören der internationalen Nachtwächter- und Türmerzunft an. „Mitglied ist dabei immer die Stadt, und wer ein Jahr als Nachtwächter unterwegs war, kann in die Vereinigung aufgenommen werden", erläutert Kirchhoff.

Die Saison der Nachtwächter beginnt zu Ostern und dauert bis Ende Oktober. Jeweils von 21 bis 22 Uhr dreht ein Wächter freitags und samstags seine Runden. Diese Rundgänge sind kostenfrei.

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