Sonniger Abschluss bei "Rock around the Lake" in Schieder

Torben Gocke

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Spontane Zusammenkunft: Viktoria und Marita Meisner posieren gemeinsam mit Pudeldame Anna und Cadillac-Fahrer Hermann Anthoff vor dem 59er Sedan de Ville. - © Torben Gocke
Spontane Zusammenkunft: Viktoria und Marita Meisner posieren gemeinsam mit Pudeldame Anna und Cadillac-Fahrer Hermann Anthoff vor dem 59er Sedan de Ville. (© Torben Gocke)

Schieder-Schwalenberg. Die Chromteile der alten Straßenkreuzer reflektieren den blauen Himmel und helles Sonnenlicht. Zwischen den Cadillac-Sevilles, den VW-Käfern oder Mercedes Benz & Co. aller Baujahre flanieren Hunderte Besucher. Viele in lockerer Ausgehkleidung, viele in klassischen Outfits, passend zu den Geburtsjahren einiger Fahrzeuge – mit gepunkteten Röckchen, Weste und Fliege oder roter Schleife im Haar.

Wer am Sonntagnachmittag an den Schieder-See kam, der durfte eine ausgelassene Oldtimer-Zusammenkunft in äußerst pittoresker Atmosphäre erleben.
Es war ein gelungenes Finale für das 1. Oldtimer- und Rock’n’Roll-Festival – und ein starker Kontrast zu dessen verhaltenem Start zwei Tage zuvor, als am Freitag nur wenige Fahrzeuge und nahezu gar keine Besucher ihren Weg in den lippischen Südosten fanden.

Das nasse Wetter der ersten beiden Tage hinterließ allerdings auch zum sonnigen Abschluss am gestrigen Sonntag seine Spuren. Der Boden des Festival-Geländes war durch das viele Wasser stark aufgeweicht worden, sodass sich kaum ein Oldtimer-Halter auf das eigentliche Gelände verirrte, sondern die meisten Fahrzeuge außerhalb des Zauns, auf den regulären Parkplätzen des Schieder-Sees geparkt wurden.

Aus Sicht der Gäste und Fahrer kein großer Umstand; das gesamte Geschehen der bunten Fahrzeugshow war schlichtweg ein wenig räumlich verlegt worden. Veranstalterin Sylvia Alp hätte es dennoch sicherlich im geplanten Wege bevorzugt – der Macherin des Festivals gingen auf diese Weise und durch die beiden regnerischen ersten Tage große Teile der geplanten Einnahmen verloren.

Denn neben den Fahrzeugen hatte das Festival jenseits des Zauns eigentlich noch reichlich zu bieten. Thematisch passend waren handverlesene Buden und Stände versammelt, die etwa das passende Essen zum Oldtimer-Zauber aus historischen amerikanischen Wohnwagen heraus verkauften oder es wurde Kleidung der verschiedenen Jahrzehnte angeboten – nachgeschneidert, wie auch Originales aus zweiter Hand.

Außerdem war eine Bühne auf dem Festivalgelände aufgebaut, samt hölzerner Tanzfläche davor. Musik gab es an allen drei Tagen zu hören. Gestern traten zwei Bands auf. Ab 13 Uhr spielten die „Wild Black Jets", eine Rock’n’Roll Formation aus Bremen und am späten Nachmittag, ab 16 Uhr übernahmen Backenfutter mit ihrem College-Rock die akustische Regie auf dem Festivalgelände.

Wiederholung wahrscheinlich

Für Veranstalterin Sylvia Alp waren es drei sehr durchwachsene Festival-Tage. „Am Anfang sah es wirklich so aus, als müssten wir das beste aus der Sache machen", erklärte die Organisatorin gestern Nachmittag. „Mit Galgenhumor und treuen Besuchern haben wir das dann auch gemacht, ich freue mich allerdings sehr, dass wir heute noch richtiges Wetter für so ein Ereignis haben", sagte die Organisatorin.

Der Sonnenschein habe am Ende weit mehr als 300 Fahrzeuge und eine entsprechend hohe Besucherzahl an den See gelockt. Eine Wiederholung des Festivals im kommenden Jahr sei jetzt eine wahrscheinliche Sache. „2018 gerne bei etwas mehr Sonne", wünscht sich Sylvia Alp.

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