Schieder-Schwalenberg verliert zwei Sportplätze

Manfred Brinkmeier

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Der Platz in Brakelsiek bleibt erhalten. - © Manfred Brinkmeier
Der Platz in Brakelsiek bleibt erhalten. (© Manfred Brinkmeier)

Schieder-Schwalenberg. Die beiden Sportplätze in Schieder und Lothe sollen aufgegeben werden. Zudem soll die Anlage in Schwalenberg zur Nutzung nur bis Ende 2019 dem TSV Schwalenberg überlassen werden. Diesen Grundsatzbeschluss haben die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses gefasst. Die Entscheidung fiel einstimmig.

Zu Beginn der Sitzung legte der Vorsitzende Moritz Ilemann (Grüne) ein Papier vor, dass die Beratung eines interfraktionellen Treffens der Fraktionen aus der Vorwoche zusammenfasste. Daran hatten Waltraud Müller (SPD), Dietmar Schmidt (CDU), Thorsten Hampe (UWG), Jürgen Müllers (FDP) und Ilemann selbst teilgenommen.

Fällt weg: Der Rasenplatz in Lothe soll ab Ende 2019 Geschichte sein. - © Foto: Manfred Brinkmeier
Fällt weg: Der Rasenplatz in Lothe soll ab Ende 2019 Geschichte sein. (© Foto: Manfred Brinkmeier)

Sie hatten sich darauf verständigt, zusätzlich den Sportplatz Lothe Ende 2019 aufzugeben. Das Sporthaus soll solange erhalten werden. Bis dahin soll nach einem alternativen Nutzer für das Areal gesucht werden.

In Schieder sollen sowohl der Sportplatz als auch die dazugehörige Infrastruktur aufgegeben werden. Hier schlagen die Kommunalpolitiker ergänzend vor, den halben Platz für den Grundschulsport vorzuhalten. Möglich wäre allerdings auch eine neue Anlage – vielleicht als Hartgummiplatz – im Zusammenhang mit der Umgestaltung des Grundschulhofes.

Bleibt erhalten: Der Platz in Wöbbel. - © Foto: Manfred Brinkmeier
Bleibt erhalten: Der Platz in Wöbbel. (© Foto: Manfred Brinkmeier)

Für Schwalenberg ist im Gespräch, den Platz nach Auslaufen der Nutzung durch den TSV Schwalenberg zu halbieren. Auf der einen Hälfte könnte die Stadt ein Regenüberlaufbecken für ein Wohngebiet errichten. Die andere Hälfte stünde dann für die Nachwuchssportler zur Verfügung. Keine Änderung der bisherigen Verhältnisse soll es dagegen in Wöbbel und Brakelsiek geben. Beide Sportplätze sollen einschließlich der dort vorhandenen Infrastruktur erhalten bleiben.

Rolf Stanislawski (FDP) kritisierte, dass aus seiner Sicht ein zentraler Sportplatz für Saisonspiele fehle. „In Lothe kann zum Beispiel im Winter nicht trainiert werden. Schieder dagegen hat in den 1990er-Jahren eine Drainage erhalten. Ich empfehle aus Sicht der Sportler, wenigstens den halben Platz in Schieder zu erhalten. Denn das ist immer der beste Sportplatz im Stadtgebiet gewesen."

Fällt weg: Der Platz in Schieder. - © Torben Gocke
Fällt weg: Der Platz in Schieder. (© Torben Gocke)

Der nun vom Stadtentwicklungsausschuss getroffene Grundsatzbeschluss sieht auch eine Budgetierung der Verbrauchskosten vor . Dabei geht es um Flutlicht, Strom, Wasser, Abwasser und Heizung. Hierzu Dietmar Schmidt: „Die Vereine sollen nicht komplett an den Kosten hängen bleiben. Ich schlage deshalb vor, dass die Stadt einen Mittelwert aus den letzten Jahren bildet. Bis zu diesem Betrag sollte dann die Stadt die Kosten übernehmen. Nur die zusätzlichen Beträge sollten dann von den Vereinen an die Stadt gezahlt werden. Ich sehe das als Ansporn für die Vereine, auf die Ausgabenseite zu achten."

Bürgermeister Jörg Bierwirth betonte, dass ihm in dem interfraktionellen Konzept das Angebot an den TSV Schwalenberg fehle, den Sportplatz zu übernehmen. Zudem gab er zu bedenken, dass in Lothe eine Nachnutzung baurechtlich schwer umzusetzen sei – das Areal liege im Außenbereich und einem Naturschutzgebiet.

Information

Die Sportvorstände tagen am Mittwoch, 18. Oktober

Die Vorstände der Sportvereine wollen sich nächste Woche Mittwoch treffen, um sich mit dem Grundsatzbeschluss des Fachausschusses zu befassen, wie Otmar Akemeier-Mehret, Obmann der Jugendsportgemeinschaft Blomberg/Schieder-Schwalenberg, gestern auf Anfrage erklärte. „Für uns ist schon überraschend, dass nun auch der Sportplatz in Lothe geschlossen werden soll. Wir bedauern zudem, dass wieder keine konkreten Zahlen zu den Verbrauchskosten vorgelegt worden sind."

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