Ungewöhnlicher Besuch am Schieder-See

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So sieht eine Dreizehenmöwe aus. - © Foto: Privat
So sieht eine Dreizehenmöwe aus. (© Foto: Privat)

Schieder-Schwalenberg (mab). In diesem Winter entwickelt sich der Schieder-See zur ersten Adresse für Vogelbeoachter. Grund: Der See zieht - wie nie zuvor - seltene nordische Vogelarten an. Zurzeit hält sich hier die Dreizehenmöwe auf. Die lebt gewöhnlicherweise auf Helgoland.

Holger Sonnenburg, Diplom-Biologe der Biologischen Station Lippe, nutzte seine Mittagspause, um dem Schieder-See mal "eben schnell" einen Besuch abzustatten. "Dieser Besuch ist eine Sensation. Normalerweise tauchen die Dreizehenmöwen im Binnenland nämlich nicht auf. Sie gehören eigentlich nach Helgoland."

Wie bereits berichtet, begann die Wintersaison am Schieder-See mit der Sichtung eines Sterntauchers. Kurze Zeit später wurde dieser von einem Prachttaucher abgelöst, der sich mehr als einen Monat lang auf dem See aufhielt und am Ende sogar Gesellschaft durch ein zweites Exemplar erhielt. Sonnenburg: "Dabei handelte es sich um einen weiteren Erstnachweis für den Kreis Lippe.

Doch auch diese Beobachtung wurde jetzt noch einmal getoppt: Seit Mitte Januar halten sich drei Dreizehenmöwen am See auf. Diese Meeresvögel wurden vom Sturm von der Nordsee zu uns getrieben."

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