Schwalenbergerin schlägt Wildschwein in die Flucht

Hund gibt Fersengeld

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(© Symbolfoto: LZ)

Schieder-Schwalenberg (an). Das ist noch einmal gut gegangen: Außer einem blauen Knie, einer schmerzenden Schulter und einem gehörigen Schrecken ist Maike Neuhäuser nichts passiert. Sie hat Bekanntschaft mit einem Wildschwein gemacht.

Die junge Schwalenbergerin war jüngst mit ihrem Labrador-Border Collie-Mix Mila am Schwalenberger Burgberg unterwegs. Gerade hatte sie ihre Runde beendet und steuerte auf das hintere Gartentürchen zu, als sie sich plötzlich einem ausgewachsenen Keiler, also einer männlichen Wildsau, gegenübersah. Auch der Hund, den sie eben erst abgeleint hatte, um ihn durchs Gartentürchen zu lassen, hatte den Schwarzkittel erspäht. "Ich hatte ihn noch am Halsband erwischt, aber er zog so heftig Richtung Wildschwein, dass ich hingefallen bin." Der Hund stürmte der Sau entgegen. Als die jedoch keinen Zentimeter zurückwich, gab der Hund klein bei und rannte bellend an seinem am Boden liegenden Frauchen vorbei hinunter in die Stadt.

Das Wildschwein wollte hinterher. "Aber ich hab‘ gedacht, es kommt auf mich zu", erzählt Meike Neuhäuser, "und da habe ich ihm mit der Hundeleine, die ich noch in der Hand hatte, eins übergebraten." Das half, das Tier machte kehrt.

Normalerweise flüchten Wildschweine, wenn sie Menschen wittern. Möglicherweise habe der Keiler im Bereich der Gärten am Burgberg nach Fressbarem gesucht und dann versucht, sein Revier gegen den Hund zu verteidigen. Draufhauen sei eher gefährlich, meint Forstdirektor Günter Rossa: "Es ist besser, den Rückzug anzutreten."

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