Schieder-See erhält Förderbescheid für Umflut

Naturfilmer dokumentieren Bau

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Die Arbeiten zur Errichtung der Umflut am Schieder-See werden in einer Filmdokumentation festgehalten. - © Foto: privat
Die Arbeiten zur Errichtung der Umflut am Schieder-See werden in einer Filmdokumentation festgehalten. (© Foto: privat)

Schieder-Schwalenberg (mab). Sonnenaufgang über dem Schieder-See - filmisch eingefangen von Sarah Herbort und Robin Jähne. Die stimmungsvolle Aufnahme ist Teil einer Dokumentation der beiden lippischen Naturfilmer über das Gewässer im Zusammenhang mit der Errichtung der Umflut. In einem fünfminütigen Trailer wurde gestern vor Ort in einer kleinen Feierstunde vorgestellt, was später als ausführliche Dokumentation gezeigt werden soll.

"Es handelt sich um ein beispielhaftes Projekt für den Einklang zwischen ökologischem Nutzen und touristischen Interessen", erklärte Landrat Friedel Heuwinkel. Er konnte gestern in Schieder im Freizeitzentrum von Gernot Berghahn, Abteilungsleiter für Umwelt und Arbeitsschutz bei der Bezirksregierung Detmold, den Förderbescheid für den Bau der Umflut am Schieder-See entgegennehmen. Der Zuwendungsbescheid umfasst ein Volumen von rund 10,1 Millionen Euro.

Mit der Übergabe des gewichtigen Stück Papieres gab es somit nun auch an Land einen wichtigen Meilenstein für das Projekt zu verzeichnen, das derzeit hauptsächlich unter Wasser stattfindet. "Für die Wasserwirtschaft in Ostwestfalen-Lippe ist das seit Jahren der höchste Förderbeitrag für ein Gewässerprojekt", unterstrich Gernot Berghahn die Bedeutung der Maßnahme. "Die Nutzung des Sees als Naherholungsgebiet bleibt erhalten. Gleichzeitig werde die Wasserqualität deutlich verbessert, brachte Dr. Ute Röder, Fachbereichsleiterin Umwelt und Energie beim Kreis Lippe, das Projekt auf den Punkt.

Nach Angaben von Berthold Lockstedt, Fachgebietsleiter für Wasserwirtschaft beim Kreis Lippe, sollen Ende November die Spundwandarbeiten beginnen. Diese und weitere Maßnahmen halten Sarah Herbort und Robin Jähne filmisch fest. Jähne: "Wir konzentrieren uns aber nicht nur auf technische Details. Einen wichtigen Bereich wird auch die Entwicklung der Tier- und Pflanzenarten als Folge der Baumaßnahmen einnehmen." Drehbeginn für den Film war im Sommer. 2015 soll alles fertig sein.

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