Im Frühjahr 2017 soll die Alte Schule umgebaut werden

Patrick Bockwinkel

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Der Umbau wird sich im rot eingefärbten Obergeschoss abspielen. - © Montage: Möller
Der Umbau wird sich im rot eingefärbten Obergeschoss abspielen. (© Montage: Möller)

Schieder-Schwalenberg/Brakelsiek. Ein großer Mehrzweckraum für Veranstaltungen oder Feiern, die Erneuerung einiger Fenster, die Dämmung des Dachbodens oder die Sanierung des Giebels: Sobald die Tage wieder etwas länger werden, soll im Frühjahr 2017 der Umbau der Alten Schule in Brakelsiek starten. Dafür hat die Politik grünes Licht gegeben, worüber sich besonders die Vereine des Dorfes freuen.

Die Nutzung: In den 1950er Jahren wurde das Schulgebäude am Sportplatz in Brakelsiek errichtet, das nach dem Zieglerdichter Friedrich Wienke benannt ist. Bis 1968 war die Bildungsstätte in Betrieb. Danach wurde sie als Treffpunkt von vielen Vereinen genutzt. Dazu gehören heute beispielsweise der Spielmannszug, der Heimat- und Verkehrsverein, die Historikergruppe oder der Jugendkreis. Auch die Bücherei ist dort untergebracht. Der TuS 08 Brakelsiek nutzt die Umkleiden und Duschen im Untergeschoss. Mit dem Sportplatz und der angrenzenden Mehrzweckhalle hat sich so die Alte Schule zu einer beliebten Anlaufstelle des Dorfes entwickelt. „Im Lauf der Zeit kam unter uns der Gedanke auf, wie wir die Alte Schule als Treffpunkt erhalten können", sagt Wolfgang Ridder. Der gehört einem Ausschuss an, der aus etwa 20 Personen aus den verschiedenen Vereinen besteht und sich seit zweieinhalb Jahren mit der Zukunft der Alten Schule beschäftigt.

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Umbau für 212.500 Euro


Die Gesamtkosten für den Umbau der Alten Schule werden auf 212.500 Euro geschätzt, die im Haushalt der Stadt für das Jahr 2017 berücksichtigt wurden. Rund 100.000 Euro würden allein für die Herstellung des Multifunktionsraumes benötigt. „In den Kosten sind die Eigenleistungen der Vereine noch nicht enthalten", berichtet Bürgermeister Jörg Bierwirth. Je nachdem, in welchem Maße sich die Vereine einbringen, könne die Summe am Ende geringer ausfallen.

Die Planungen: In zahlreichen Sitzungen hätte der Ausschuss Varianten und Möglichkeiten diskutiert, wie das Gebäude baulich verändert und energetisch etwas auf Vordermann gebracht werden könne. „Dabei ist herausgekommen, dass die Vereine gerne einen größeren Multifunktionsraum hätten, der beispielsweise für größere Veranstaltungen oder Feiern genutzt werden kann", berichtet Ridder. Bislang besteht das Obergeschoss der Alten Schule nämlich nur aus vielen kleineren Räumen, in denen früher unterrichtet wurde. Im weiteren Verlauf wurden die Stadt und das Architekturbüro Körber & Möllenbrok mit ins Boot geholt, das schließlich einen Entwurf präsentierte.

Der besagt, dass in der Mitte des Obergeschosses mehrere Wände entfernt und Träger eingezogen werden sollen, damit der gewünschte Saal entsteht. Darüber hinaus sollen einige Fenster ausgetauscht und ein barrierefreies WC eingebaut werden. Um die Energiekosten zu senken, soll die Decke zwischen Obergeschoss und Dachboden gedämmt werden. Das Untergeschoss bleibt vorerst unangetastet. „Auf Sicht muss man sich aber auch über die Heizungsanlage Gedanken machen", sagt Ridder. Die Umbaupläne wurden von den Vereinen und auch im Stadtentwicklungsausschuss befürwortet.

Die Umsetzung: Da die städtischen Gelder knapp sind, sei laut Bürgermeister Jörg Bierwirth keine Komplettsanierung der Alten Schule möglich. Er sei aber sehr froh, dass es nach vielen Sitzungen nun so schnell wie möglich losgehen könne. Bierwirth als auch Wolfgang Ridder rechnen damit, im Frühjahr 2017 loslegen zu können. Dabei wollen sich die Mitglieder der Vereine tatkräftig einbringen und so viel in Eigenleistung realisieren wie möglich, was die Gesamtkosten von 212.500 Euro (siehe Infobox) verringern würde. „Wir werden uns Anfang des nächsten Jahres zusammensetzen und überlegen, was wir alles leisten können", kündigt Ridder an.

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