Tausende singen zu Luthers Ehren

Sabine Hergemöller

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Haben Spaß am Singen: Andreas Lehnert (rechts im Hintergrund) macht die Mitglieder mehrerer Chöre fit für den großen Auftritt am Samstag im Gerry-Weber-Stadion in Halle. - © Sabine Hergemöller
Haben Spaß am Singen: Andreas Lehnert (rechts im Hintergrund) macht die Mitglieder mehrerer Chöre fit für den großen Auftritt am Samstag im Gerry-Weber-Stadion in Halle. (© Sabine Hergemöller)

Schlangen. Mitsingen kann beim Pop-Oratorium „Luther" von Michael Kunze und Dieter Falk grundsätzlich jeder, ob als Chormitglied oder Einzelperson. Bei der Aufführung am Samstag, 11. März, im Gerry-Weber-Stadion in Halle sind auch viele Schlänger und Bad Lippspringr dabei.

So werden rund 90 Sängerinnen und Sänger vom Pop- und Gospelchor Schlangen, von Ladydur in Schloss Holte, vom Heartchor aus Rolfzen und dem Ökumenischen Chor aus Bad Lippspringe und Schlangen unter der Leitung von Andreas Lehnert von „TonArt Schlangen" gemeinsam mit etwa 1700 weiteren Stimmen aus Ostwestfalen Teil der bundesweiten Tournee. Die Komponisten, Vater Dieter und Sohn Paul Falk sowie Texter Michael Kunze, hatten sich bereits in 2010 mit dem Erstlings-Mitsing-Werk „Die 10 Gebote" einen Namen gemacht.

Damals waren der Pop- und Gospelchor Schlangen und der Gospelchor „B-Joy!" aus Barntrup in Dortmund vor ausverkauftem Haus dabei und sangen mit 2500 anderen Musikbegeisterten mit. Nach der Premiere des neuen Stücks „Luther" am Reformationstag 2016 in der Dortmunder Westfalenhalle tourt das Team aus Komponisten und Musikern an zwölf Terminen von Januar bis Oktober durch ganz Deutschland.

„Einige von uns haben schon auf eigene Kappe bei der Uraufführung in Dortmund mitgesungen. Das war ein überwältigendes Erlebnis", berichtet Silke Theisen aus Schlangen voller Begeisterung. „Mehr Freude als Aufregung" empfindet auch Monika Baumhör aus Bad Lippspringe bei dem Gedanken an die Aufführung vor so vielen Menschen und mit so vielen Gleichgesinnten. Sie bekommt Zustimmung von ihren Chorbrüdern und -schwestern ringsum, denen es ebenso geht.

Seit sechs Monaten stehen allen Teilnehmern die Chorpartituren und Übungs-CDs mit Einspielungen der Band und in allen Stimmlagen zur Verfügung. Regelmäßig gab es Regionalproben mit Andreas Lehnert. Vergangene Woche fand in Halle die einzige Hauptprobe vor Ort, die Generalprobe mit allen verfügbaren Teilnehmern, statt – allerdings noch ohne Publikum.

Die 20 Musikstücke sind einfach zu singen, aber klanglich angenehm und eingängig gesetzt, manche Stücke haben Ohrwurmcharakter. Das Oratorium hat eine klassische, klare Dramaturgie. Leise, sanfte, weiche Töne wechseln sich ab mit klanggewaltigen, brausenden Szenen; eher ruhige, getragene Stücke gehen über in rockige, mitreißende Tempi. Die Zuschauer erwartet am Samstag auf jeden Fall im Gerry-Weber-Stadion ein beeindruckendes Erlebnis und ganz großes akustisches Kino.

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