Jugendtreff in Oesterholz ist wieder geöffnet

Karolina Schmidt

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Neustart: (von links) Niclas Althoff, Vivian Ahr, Jonas Storm, Sabine Vogel (Leiterin Jugendtreff Oesterholz), Stephan Haase, Bürgermeister Ulrich Knorr, Georg-Felix Radwanski, Joachim Woite (Leiter der offenen Kinder- und Jugendarbeit Schlangen) und Sebastian Prüßner. - © Karolina Schmidt
Neustart: (von links) Niclas Althoff, Vivian Ahr, Jonas Storm, Sabine Vogel (Leiterin Jugendtreff Oesterholz), Stephan Haase, Bürgermeister Ulrich Knorr, Georg-Felix Radwanski, Joachim Woite (Leiter der offenen Kinder- und Jugendarbeit Schlangen) und Sebastian Prüßner. (© Karolina Schmidt)

Schlangen/Oesterholz-Haustenbeck. Der Jugendtreff ist in seine ursprünglichen Räumlichkeiten zurückgekehrt. Das ist Sonntag mit einem Tag der offenen Tür gebührend gefeiert worden.

„Wir haben die Räumlichkeiten des Jugendtreffs für eineinhalb Jahren dafür genutzt, Menschen aus verschiedenen Ländern unterzubringen", begründete Bürgermeister Ulrich Knorr den Umbau. Die Maßnahmen, unter anderem Trennwände im großen Gruppenraum, sind nun wieder rückgängig gemacht worden.

Passend zu Kaffee, Kuchen und Live-Musik gab es eine gelungene Schlüsselübergabe: Joachim Woite, Leiter der offenen Kinder- und Jugendarbeit Schlangen, überreichte Sabine Vogel, Leiterin des Jugendtreffs Oesterholz, den Schlüssel in einem individuellen Coffee-to-go-Becher. „Wir wollen nicht einfach zum Tagesbetrieb übergehen. Die Eröffnung ist ein kleiner Akzent, um zu zeigen, dass wir wieder da sind", betonte der Bürgermeister die Rückkehr zum Normalbetrieb.

Während der eineinhalb Jahre, in denen Flüchtlinge den Jugendtreff nutzten, kamen die sechs- bis 21-jährigen Kinder und Jugendlichen in dem Musikraum der benachbarten Grundschule am Sennerand unter. „Wir durften dort die Schulküche mitbenutzen. Das war insgesamt eine tolle Notlösung", machte Vogel deutlich. Sie dankte vor allem den vielen Helfern, die beim Umbau und Umzug geholfen haben.

Um den Flüchtlingen möglichst viel separaten Raum zu schaffen, wurden im großen Gruppenraum Trennwände gezogen, damit mehrere Zimmer entstehen konnten. Der Rückbau habe drei Monate gedauert und sei ohne Fremdmittel finanziert worden. Nahezu alles haben die Oesterholzer selbst gemacht. Nur die Trennwände, Fliesenarbeiten und geringfügige Handarbeiten seien von professioneller Seite übernommen worden.

Die Räume seien nun wieder wie zuvor eingeteilt, sagte Vogel, die den Jugendtreff seit 2015 leitet. „Wir haben eine neue Küche, in der wir weitere Möglichkeiten haben, in der Freizeitgestaltung vertiefend zu backen und zu kochen", freute sich die Leiterin. Zudem gibt es nun eine neue Sanitäranlage sowie einen neuen Außenbereich und neue Möbel.

„Die kommunale Jugendarbeit gibt es hier schon seit 1996", fügte Knorr hinzu. Die Band „Pusher-Projekt", bestehend aus Erwachsenen und Jugendlichen, heizte dem Publikum mit Rocksongs richtig ein. „Pusher daher, weil Erwachsene und Jugendliche zusammen musizieren", erklärte Woite den Hintergrund. Er selber ist Bassist der Projekt-Band.

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