Finnisches Duo spielt in Schlangen

Folk mit modernem Anstrich

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Aufeinander eingespielt: Emilia Lajunen und Eero Grundström sind "Juuri und Juuri". - © Foto: gocke
Aufeinander eingespielt: Emilia Lajunen und Eero Grundström sind "Juuri und Juuri". (© Foto: gocke)

Schlangen (tog). Finnische Folklore in der Schlänger Musikschule: Zum Auftakt seiner Deutschlandtournee hat das Duo "Juuri und Juuri" auf Einladung der Deutsch-Finnischen Gesellschaft in der Sennerandgemeinde gespielt und dabei rund 80 Zuhörer begeistert.

Finnische Volksmusik bietet viel Abwechslung und verschiedene Möglichkeiten des Ausdrucks - das wurde schon nach den ersten Stücken des 90-minütigen Konzertes deutlich. Von extrem langsam mit kaum hörbarem Gesang bis hin zur schnellen und kräftigen Polka bot das Repertoire von "Juuri und Juuri" alles. Ihren Interpretationen von klassischem finnischen Folk und traditioneller Musik aus den skandinavischen Nachbarländern versetzten sie dabei stets einen modernen Anstrich. Jede einzelne Darbietung wurde vom Schlänger Publikum mit kräftigem Beifall belohnt.

"Juuri und Juuri" das sind Emilia Lajunen und Eero Grundström, beide Absolventen und Dozenten der Sibelius Akademie in Helsinki. Erstere war an diesem Abend für Gesang und Streichinstrumente zuständig, letzterer überzeugte mit seinem Harmonium und zum Ende hin auch mit der Mundharmonika.

Neben ihrer Violine hatte Lajunen ein für das deutsche Publikum wohl sehr fremd wirkendes Instrument dabei - eine Nyckelharpa. Dieses besonders in Schweden verbreitete Streichinstrument wird mit einem kurzen Bogen gespielt und hat mehrere Tasten, mit denen die Tonhöhe variiert werden können.

Den besonderen Charme ihres Konzertes entwickelten die beiden Finnen jedoch nicht nur musikalisch. Zwischen den Stücken sorgten sie stets für gute Unterhaltung. "Juuri und Juuri" sprechen beide nicht gerade fließend Deutsch, sodass es einen regen Austausch mit dem Publikum brauchte, um genau die richtigen Worte zu finden. Großes Glück für die beiden: Auf die Frage "He puhuvat suomea?" gingen gleich mehrere Hände nach oben. Die Gäste hatten "Sprechen sie Finnisch?" verstanden, sodass die beiden Musiker auf viele Mittler zugreifen konnten.

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