Die Gesamtschule kommt

107 Anmeldungen in drei Tagen

Von Manfred Brinkmeier

Ulrich Knorr und Andreas Bee freuen sich, dass die Gesamtschule nach dem Sommer an den Start geht. - © Foto: privat
Ulrich Knorr und Andreas Bee freuen sich, dass die Gesamtschule nach dem Sommer an den Start geht. (© Foto: privat)

Schlangen/Bad Lippspringe. Bis zum Schluss musste gezittert werden. Dann stand aber am frühen Abend des 6. Februar definitiv fest: Die Gesamtschule Bad Lippspringe-Schlangen wird zum kommenden Schuljahr an den Start gehen. 107 der Viertklässler-Eltern in den beiden benachbarten Kommunen haben ihre Kinder in den vergangenen drei Tagen entsprechend angemeldet. Das bedeutet: Nach den Sommerferien geht die Gesamtschule im Schulzentrum Im Bruch am Standort Bad Lippspringe mit vier Eingangsklassen an den Start.

Nach Angaben des Schlänger Hauptamtsleiters Frank Rayczik waren allerdings auch am Mittwoch noch Anmeldungen möglich. "Es kann somit sein, dass sich die endgültige Zahl der Schüler noch nach oben verändert. Sollten mehr als 120 Kinder angemeldet werden, würde es sogar fünf Eingangsklassen geben." Bürgermeister Ulrich Knorr und sein Bad Lippspringer Kollege Andreas Bee zeigten sich sehr zufrieden über diese Entscheidung der Eltern. Knorr und Bee: "Wir freuen uns sehr, dass wir somit ein zukunftsfähiges und ortsnahes Schulangebot für den Sozialraum Bad Lippspringe-Schlangen bekommen."

Parallel zur Gründung der neuen Gesamtschule werden die Bad Lippspringer Realschule und die Schlänger Hauptschule in den kommenden Jahren auslaufen. Neuanmeldungen sind dort deshalb nicht mehr möglich. Alle Kinder, die zurzeit die beiden Schulen besuchen, können aber wie geplant ihren Abschluss dort machen.
"Damit werden wir jetzt vor Ort eine zukunftsfähige Schule für alle Kinder bekommen. Vom Hauptschulabschluss bis zum Abitur ist an der Gesamtschule alles möglich", betonte ein zufriedener Bürgermeister Ulrich Knorr. "Und das ist ein dickes Plus, gerade für junge Familien, die in Schlangen und Bad Lippspringe leben oder planen, hierher zu ziehen."

Bevor die Gesamtschüler ihre Klassen beziehen können, rücken aber erst einmal die Handwerker an. In den Sommerferien wird im Schulzentrum schwerpunktmäßig umgebaut und renoviert, um die Räumlichkeiten den neuen Anforderungen anzupassen, damit die Gesamtschule und die Realschule in der Übergangszeit unter einem Dach existieren können.

Auch der Arbeitskreis Gesamtschule wird noch einige Male zusammen kommen, um zum Beispiel die Stundentaktung und den Schulbusverkehr zu planen. "Es liegt sicher noch einiges an Arbeit vor uns, aber die wichtigste und schwerste Hürde ist genommen", erklärte Roswitha Hillebrand, die zukünftige Leiterin der Gesamtschule.

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