VON TILL SCHRÖDER
Bad Salzuflen. Schwarz auf weiß hat es die Stadt: Sie darf zum Schuljahr 2010/11 die Gesamtschule in Aspe einrichten. Mit allen Konsequenzen hat die Bezirksregierung die Pläne genehmigt, bestätigt Maria Kisting-Dierker. Sie leitet das zuständige Dezernat.
Mit der Fusion der Gymnasien und der Schließung der Hauptschule Aspe erklärt sich die Schulaufsicht gleichsam einverstanden. "Der Bedarf für die Errichtung einer Gesamtschule in Bad Salzuflen liegt vor", schreibt die Bezirksregierung mit Blick auf das Ergebnis der Elternbefragung und die Ablehnungszahlen an Nachbar-Gesamtschulen. Die neue Schule solle fünfzügig starten.
Durch das im Bürgerentscheid Ende März gescheiterte Begehren für den Erhalt der Schulen sei ein wichtiger Punkt weggefallen, "der die Sache angehalten hat", erklärt Maria Kisting-Dierker und kündigt an: "Wir werden eine Schulleitung beauftragen." Diese wird die Anmeldungen der Schüler entgegennehmen. 112 von ihnen müssen laut der Bezirksregierung mindestens zusammenkommen. Ein strenger Drittelmix nach Schulformempfehlung gelte hingegen nach einem Urteil des Verwaltungsgerichtes Bonn nicht mehr. Maria Kisting-Dierker: "Es liegt an der Schulleitung zu beurteilen, ob die gebotene Leistungsheterogenität gegeben ist, sodass eine Oberstufe zustande kommt."
Sofern die Gesamtschule im Sommer des kommenden Jahres an den Start geht, wird sie noch vier weitere Schuljahre unter Beobachtung stehen. Die Bezirksregierung überwacht den dauerhaft stabilen Betrieb. Ab dem Schuljahr 2010/11 soll das Rudolph-Brandes-Gymnasium der Genehmigung nach mindestens vierzügig werden; Aspe wird als Teilstandort mit den dortigen Schülern zunächst fortgeführt. Für den Übergangszeitraum von einem Schuljahr erwartet die Bezirksregierung vor allem im Lohfeld das "Ausreizen des vorhandenen Raumangebots bis zum 'letzten Klassenzimmer'". Dies sei mit den Schulleitungen dort bereits einvernehmlich besprochen.
In Aspe werden die bereits unterrichteten Hauptschüler weiter auf ihre Schule gehen, neue Kinder aber nicht mehr aufgenommen. Nicht genehmigt hat die Bezirksregierung den Ganztag der Gesamtschule. Die Landesregierung konzentriere das Geld für den Ganztag aufs dreigliedrige Schulsystem, so Maria Kisting-Dierker. Eine Übermittagsbetreuung sei möglich.






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