Landschaftsarchitekt Christhard Ehrig hat das Parkpflegewerk für den Kurpark erstellt
Der Kurpark ist nicht einfach nur da. Er befindet sich seit seinem Entstehen im steten Wandel. Landschaftsarchitekt Christhard Ehrig gibt diesem Wandel seit zehn Jahren die Richtung vor.
Bad Salzuflen. Und dafür braucht man Visionen. Die meinte Christhard Ehrig zu haben, als er 2000 den Auftrag für das Parkpflegewerk annahm. Das besteht aus zwei Teilen, ein Teil dreht sich um die Zukunft. Um die planen zu können, ist es zwingend notwendig, die Historie des Parks und des Landschaftsgartens zu ergründen. Und das war Christhard Ehrigs Aufgabe. "Ich musste herausfinden, was die, die den Park einst angelegt haben, vorhatten", erklärt Ehrig, er wolle zu den Wurzeln zurück. Er habe über Jahre hinweg vielfältiges historisches Material studiert und Pläne analysiert um herauszufinden, was die Planer einst vorhatten.
Zudem müsse man die Begleitumstände beachten. Etwa, dass sich Bad Salzuflen seit der Gesundheitsreform neue Zielgruppen erschließen muss, was mit dem Projekt "Heilgarten 2000" realisiert wird. "Bad Salzuflen muss sich als Freizeit- und Gesundheitsstandort etablieren", meint Ehrig. Aber auch der Charakter des Kurparks sei wichtig. Sein Alleinstellungsmerkmal ist, dass der Kurpark direkt an die Fußgängerzone grenzt. "Man geht praktisch in einer Linie von der Fußgängerzone in den Kurpark und weiter in den Landschaftspark", schwärmt Ehrig. Das sei etwas Besonderes. Ein langfristiges Ziel müsse es sein, Sichtachsen zu schaffen. Man müsse von einem bestimmten Punkt A auf einen Punkt B in der Ferne blicken können, etwa vom Brunnen bis zur Fontäne des Kurparksees. Dazu muss die vielfältige Vegetation des Parkes langfristig geplant und entsprechend gepflegt werden.
Das Parkpflegewerk dient als Rahmen für dieses Vorhaben. Dies fußt auf der Vision, die der Landschaftsarchitekt für den Kurpark hat. Dazu gehört auch der Konzerthallenvorplatz. Dessen Sanierung sei einer der Bausteine der gesamten Planungsentwicklung. Man müsse die gesamte Anlage und auch die Besonderheiten der Stadt als Ganzes betrachten, um die Richtung vorgeben zu können, ist Ehrig überzeugt. "Natürlich kann man nicht jede Vision umsetzen, aber ganz ohne geht es nicht." Dazu sei ein Projekt wie der Kurpark ein viel zu komplexes. Mit dem Parkpflegewerk I hat Christhard Ehrig den Weg für das Parkpflegewerk II geebnet, das sich der Zukunft des Kurparks widmet. "Nicht ganz einfach", sagt Christhard Ehrig, denn die Umsetzung hänge von den finanziellen Mitteln der Stadt ab. Deshalb ist ein wesentlicher Punkt der Pflegewerke die nachhaltige Wirtschaftlichkeit.
stehenden Code hier ein*: