Bad Salzuflen-Holzhausen. "Nach dem LZ-Artikel über den drohenden Abriss der Kita Wüsten und den Wasserschaden in der Kita ,Abenteuerland' haben sich jetzt 25 Eltern der Holzhauser Einrichtung und die Erzieherinnen mit Vertretern des Trägers ,Parisozial' und der Stadtverwaltung zusammengesetzt, um ihrem Ärger Luft zu machen", heißt es in einer Pressemitteilung. Die Information der Stadtverwaltung, dass geschätzte 40 Prozent der Kindergartenbodenplatte feucht sind, sei wie ein Startschuss gewesen und habe eine zweistündige Diskussion losgetreten.
"Der Träger und die Stadt wurden von den Eltern mit Fragen, aber auch Anregungen überschüttet. Empört zeigten sich die Eltern darüber, dass der Schaden bereits seit eineinhalb Jahren bekannt ist und von Trägerseite noch nicht gehandelt wurde", schreiben die Eltern. Ein Vorwurf, den Ralf Vieweg vom Salzufler Jugendamt auf Anfrage der LZ gestern so nicht im Raum stehen lassen wollte: "Es mag seit eineinhalb Jahren bekannt sein, dass es feuchte Stellen gibt. Aber die 40 Prozent beziehen sich auf den Zustand nach dem jüngst erfolgten Wasserschaden."
Den übrigen Inhalt der Eltern-Pressemitteilung bestätigte er indes. So stehe derzeit noch nicht fest, ob das Gebäude in Holzhausen besser saniert oder abgerissen werden sollte. Zwar habe der städtische Gutachter geäußert, dass keine Raumluftmessungen nötig seien, da keine akute Gesundheitsgefahr vorliegen würde. Da die Gefahren aber doch oft im "nicht Sichtbaren" liegen können, forderten alle Eltern eine solche Untersuchung. "Das ist das Dringendste, was wir einfordern - schließlich geht es um die Gesundheit unserer Kinder" so die Eltern.
Wie Ralf Vieweg betonte, habe er die entsprechende Untersuchung mittlerweile bereits in Auftrag gegeben. Wahrscheinlich am 16. Februar wolle der Gutachter dafür erneut ins "Abenteuerland" kommen. In der Zwischenzeit wollen Stadt und "Parisozial" nach alternativen Räumlichkeiten suchen - ob nun für die Zeit der Trocknung oder der Renovierung. Laut Pressenotiz habe dabei auch die Elternschaft, die sich in der Vergangenheit bereits vielfältig ehrenamtlich für den Kindergarten engagiert habe, ihre Hilfe angeboten. "In einem Punkt waren sich alle einig: Die Kommunikation zwischen allen Parteien muss besser werden - denn bei so engagierten Eltern wäre es schade, die Kraft, die hier aufgebracht wird, nicht positiv für die Einrichtung zu nutzen", heißt es abschließend in dem Bericht.





