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23.02.2012
BAD SALZUFLEN
Sozialer Mittagstisch braucht finanzielle Nahrung
Neues Konzept basiert auf Spenden und Fördermitgliedschaften

Bad Salzuflen-Schötmar. Auch ohne Finanzierung durch die Stadt bleibt der Soziale Mittagstisch in den Räumlichkeiten des Vereins "awb" Bad Salzuflen (Arbeit, Wohnen, Bildung) am Kiliansweg bestehen. "Wir wollen weiterhin eine warme Mahlzeit und die Möglichkeit für soziale Kontakte bieten", erklärte Marianne Klocke-Kramer vom "awb".

Seit 2009 können Bedürftige montags und mittwochs für einen Euro Vorspeise, Hauptgericht und Nachtisch zu sich nehmen. Bis 2011 erfolgte die finanzielle Unterstützung über Fördergelder der Stadt, doch dann wurden diese gestrichen und die Frage nach dem weiteren Bestehen des Mittagstisches kam auf. Fördermitgliedschaften und Spenden sollen die anfallenden Monatskosten von rund 1000 Euro künftig abdecken - der "awb" befürchtet allerdings einen weiteren Kostenanstieg, da auch die Zahl der ausgegebenen Mahlzeiten immer mehr zunehme. 300 Essen seien allein im Februar verteilt worden. Geliefert wird das Essen von der Küche des Buchenhofes, außerdem arbeitet der "awb" eng mit der Tafel zusammen und kann von dort einige Desserts beziehen.

Eine große Spende zugunsten des Mittagstisches kam im Rahmen des 60. Geburtstages von Bürgermeister Dr. Wolfgang Honsdorf zustande: Er hatte seine Gäste anstelle eines Geschenkes um eine Spende gebeten und sammelte so 4500 Euro.

"Neben einer warmen Mahlzeit wollen wir unseren Gästen auch die Möglichkeit für soziale Kontakte und Beratung bieten", sagt Marianne Klocke-Kramer. Im Dienstleistungszentrum am Kiliansweg befänden sich viele Beratungsstellen- deswegen sei dies genau der richtige Ort für den Sozialen Mittagstisch. Einige Stammgäste sitzen lange vor und nach dem Essen zusammen, besonders für Alleinstehende seien diese Kontakte wichtig. Ebenso wichtig ist den Projektleitern auch, Hemmschwellen und Scham abzubauen. "Viele Menschen schämen sich für ihre Situation und wollen keine Hilfe annehmen", weiß Klocke-Kramer, "dabei ist es absolut keine Schande, sich helfen zu lassen." (lau)

Dokumenten Information
Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2014
Dokument erstellt am 23.02.2012 um 00:10:08 Uhr
Letzte Änderung am 23.02.2012 um 13:36:41 Uhr


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