Spur der Verwüstung

Windhose richtet in Ehrsen-Breden große Schäden an

veröffentlicht

Spur der Verwüstung - © Bad Salzuflen
Spur der Verwüstung (© Bad Salzuflen)

Bad Salzuflen. Nur Minuten hat es gedauert, aber die Spur der Verwüstung war beachtlich: eine Windhose ist gestern Abend von Wülfer aus über Schötmar und Ehrsen bis nach Retzen gezogen, hat Telefonleitungen gekappt, Bäume geknickt und Dächer abgedeckt. Personen kamen nicht zu Schaden. 110 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Bereits am Nachmittag hatten sich Leser aus dem Lagenser Ortsteil Waddenhausen gemeldet, weil dort drei Minuten lang Sturmböen zahlreiche Äste abgerissen hatten. Bis dahin berichtete die Feuerwehrleitstelle Lemgo von zehn Einsätzen, zumeist waren Keller vollgelaufen. Gestern Abend gegen 19.30 Uhr erwischte es dann Bad Salzuflen. Bis 22 Uhr rückte die Feuerwehr unter der Leitung von Rüdiger Dittmann zu 25 Einsätzen aus. An der Pillenbrucher Straße spülte der Regen Schlammmassen von einem Acker in die Häuser und auf die Fahrbahn, die Lemgoer Straße musste ebenfalls gesperrt werden. In Ehrsen, wo heute das Dorffest beginnen soll, gab es nach Auskunft der Polizei teilweise kein Licht. Die gesamte Strecke zwischen Ehrsen-Breden und Grastrup wurde gesperrt. Eine Kreuzung an der Beetstraße stand unter Wasser. Ein Lastwagen wurden unter drei Bäumen begraben. Auch im Sport waren die Folgen spürbar: Von acht Spielen in der Kreisliga A Lemgo fanden nur zwei statt, das in Wüsten wurde für 20 Minuten unterbrochen. (sew/dhob)

Wetter für Amphibienfahrzeuge: Die Kreuzung Beetstraße/Wüstener Straße war gestern Abend nach einem kurzen, aber heftigen Unwetter überflutet. - © Foto: Gerstendorf-Welle

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2017
Texte und Fotos von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.