Tim Keißelt entwickelt Corporate Design für den SV Eintracht Jerxen-Orbke

Dietmar Welle

  • 0
Tim Keißelt hat sich über das künftige Erscheinungsbild des SV Eintracht Jerxen-Orbke Gedanken gemacht und eine besondere Bachelor-Arbeit darüber geschrieben. - © Vera Gerstendorf-Welle
Tim Keißelt hat sich über das künftige Erscheinungsbild des SV Eintracht Jerxen-Orbke Gedanken gemacht und eine besondere Bachelor-Arbeit darüber geschrieben. (© Vera Gerstendorf-Welle)

Detmold/Jerxen-Orbke. Unter „Corporate Identity" versteht der Mensch das Erscheinungsbild eines Unternehmens in der Öffentlichkeit, in dem sich die Philosophie sowie das Leistungsangebot und die Arbeitsweise zeigen. Aber gibt es so etwas auch für einen Sportverein? Ja, sagt Tim Keißelt – und hat seine Bachelor-Arbeit über genau dieses Thema geschrieben.

Seit seinem dritten Lebensjahr ist Tim Keißelt, heute 25 Jahre alt, Mitglied im SV Eintracht Jerxen-Orbke. Da lag es auf der Hand, für „seinen" Verein ein Erscheinungsbild zu entwickeln. „Ich spüre halt eine große Verbundenheit zum SVE, habe einen internen Einblick und zusätzlich noch Fragebögen verschickt, um diesen Einblick zu erweitern." So machte sich der an der Fachhochschule Bielefeld Grafik und Kommunikationsdesign studierende Detmolder auf den Weg. Sprich: Er klappte sein Notebook auf und dachte nach.

Information

Persönlich

Tim Keißelt (25) baute 2010 sein Abi mit den Leistungskursen Sport und Englisch am Stadtgymnasium Detmold und studiert seit 2011 an der Bielefelder Fachhochschule. Er hat eine Freundin und spielt Innenverteidiger in der ersten Mannschaft.

Denn Keißelt weiß, worum es geht: „Aktuelle Herausforderungen durch den demografischen Wandel, kommerzielle Fitnessstudios und steigende Auflagen von Verbänden bekommen besonders die vielen kleineren Sportvereine in unserem Land zu spüren." In dieser Gemengelage sei es besonders reizvoll, Strategien aufzuzeigen und Lösungen zu entwickeln, die diesen Vereinen helfen, die Zukunft zu meistern. Keißelt vertritt die Auffassung, dass sich zum Beispiel die Identifikation mit einem Verein durch Wiederkennbarkeit stärke. „Denken wir doch nur an das Beispiel Dortmund gegen Schalke in der Fußball-Bundesliga.

Jeder weiß, dass da gelb gegen blau spielt", benennt Keißelt die Alleinstellungsmerkmale, die sich auch im kleinen umsetzen lassen. Zum Beispiel mit dem selben Design für die Trikots, die Trainingsklamotten, die Sporttaschen, für ein Vereinsheft, für Ankündigungsplakate, für Apps, für die Webseite und vor allem über die Farbe blau. „Klar, es hängt immer von den finanziellen Möglichkeiten ab, die im Verein herrschen. In diesem Fall habe ich ein Corporate Design gestaltet, das unter idealen finanziellen Bedingungen umgesetzt werden könnte.

In der realen Situation muss man sich eben daran annähern", so Keißelt, der mittlerweile in den Master-Studiengang eingestiegen ist und halbtags bei der Bielefelder Agentur „Mehrwerkplus" für seinen Lebensunterhalt schafft. Viel Wert legt Keißelt auf die Betonung der Bezeichnung „Eintracht" im Vereinsnamen, den es so zum Beispiel in Detmold nicht noch einmal gibt. Eintracht, so Keißelt, stehe für den familiären und freundschaftlichen Zusammenhalt der Mitglieder. Gemeinsam wurden dadurch in der Vergangenheit Projekte realisiert. „Die Eintracht hat die Vergangenheit geprägt, macht die Gegenwart aus und ist für die Zukunft elementar", setzt Keißelt hinzu.

Dass Keißelt den Punkt getroffen hat mit seiner Bachelor-Arbeit, steht wohl fest. Sein betreuender Professor Robert Paulmann zückte dafür das Schildchen mit der Note 1,0.

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2016
Texte und Fotos von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

0 Kommentare
0 Kommentare

Um Ihren Kommentar abzusenden, melden Sie sich bitte an.
Sollten Sie noch keinen Zugang besitzen, können Sie sich hier registrieren.

Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion an.