Die besten Cheerleaderinnen messen sich in der Lipperlandhalle

1.800 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet starten am Samstag beim Germanmasters

Jörg Hagemann

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Fliegende Engel: Die drei Teams der TuSG Augustdorf nennen sich allesamt "Angels" und können auch ohne echte Flügel ganz schön abheben. - © Jörg Hagemann
Fliegende Engel: Die drei Teams der TuSG Augustdorf nennen sich allesamt "Angels" und können auch ohne echte Flügel ganz schön abheben. (© Jörg Hagemann)

Lemgo. Das Versprechen klingt vollmundig. Doch es ist keinesfalls übertrieben. „Die Lipperlandhalle wird beben", heißt es in einer Mitteilung der CCA, der Central Cheerleading Agency aus Nürnberg, die am morgigen Samstag das Germancheermasters ausrichtet. Und da die offenen Meisterschaften bereits zum elften Mal in Lemgo stattfinden, wissen Insider nur zu genau, von welch’ einem Lärmpegel die waghalsigen Stunts begleitet werden.

Mit mehr als 185 Gruppen und über 1.800 Teilnehmern aus dem gesamten Bundesgebiet sind die nationalen Titelkämpfe eine der größten offenen Meisterschaften in Deutschland. In insgesamt 25 verschiedenen Kategorien cheeren die Teams um schmucke Pokale und bunte Banner.

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Auch lippische Starter treten während der rund elfstündigen Veranstaltung in Aktion. Aus der Startgemeinschaft zwischen dem TV Lemgo und dem TBV Lemgo gehen die Jelly Crystals, die Sweet Lemonettes und die Sweet Crystals an den Start. Das Extertal ist mit Jags vertreten.

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Cheerleading

In den Anfangsjahren wurde Cheerleading ausschließlich von Männern betrieben. Die ersten Teams kamen aus den USA, wo es 1898 beim American-Football-Endspiel zwischen den Uni-Teams aus Minnesota und der Northwestern University mit organisierten Anfeuerungsrufen aus dem Publikum begann. Über viele Jahre war es die primäre Aufgabe der Cheerleader, die eigene Sportmannschaft zu pushen und das Publikum zu animieren. Zu den typischen Sportarten, in denen gecheert wird, zählen zudem Basketball, Fußball oder Eishockey. Mittlerweile wird Cheerleading auch als selbstständiger Wettkampfsport betrieben. Er besteht aus Elementen des Turnens, der Akrobatik, des Tanzes und aus Anfeuerungsrufen.

Äußerst ambitioniert wird Cheerleading zudem in der TuSG Augustdorf betrieben. Im Peewee Groupstunt, im Junior Allgirl Groupstunt und im Senior Allgirl Cheer nahmen die Augustdorferinnen mit drei Teams an der Deutschen Meisterschaft in Dresden teil. Im Vorjahr standen die Pretty Angels in der Lipperlandhalle im Senior Cheer sogar auf dem obersten Treppchen.

Auch für Samstag haben sich die Pretty Angels und die Crazy Angels wieder eine Menge vorgenommen. Geprobt haben sie unter der Regie von Sarah Knust und Alexander Knust nicht nur in der heimischen Turnhalle am Inselweg. Beide Formationen heizten kürzlich auch den Narren auf der Gemeinschaftssitzung des Delbrücker Karnevalsvereins ein.

Da das Germancheermasters von der Teilnehmerkapazität am Limit angelangt ist, hat Organisator Holger Schmidt vom Deutschen Cheersport-Verein den Start am Samstag um eine halbe Stunde auf 10 Uhr vorgezogen. Die erste Siegerehrung für die kleineren Kategorien gibt es gegen 14 Uhr. Eine zweite Pokalübergabe erfolgt zum Abschluss gegen 20.10 Uhr.

Da es im Verlauf des Tages zu einem regen Durchlauf kommt, gibt es auch für kurzfristige Interessenten noch Tickets an der Tageskasse. Die Kosten betragen 10 und 15 Euro. Zudem ist die komplette Veranstaltung im Live-stream im Internet zu verfolgen.

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