Buxtehudes Bülau trifft mitten ins HSG-Herz

Blomberg verliert aufgrund eines Treffers eine Sekunde vor dem Ende 30:31

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Ein Aktivposten: Blombergs Karen Knutsdottir erzielt hier einen von insgesamt vier Treffern. Links: Caroline Thomas. - © Foto: Lucas
Ein Aktivposten: Blombergs Karen Knutsdottir erzielt hier einen von insgesamt vier Treffern. Links: Caroline Thomas. (© Foto: Lucas)

Blomberg (slu). 53 ganz starke Minuten gegen Thüringen (27:31), nun eine Topleistung über 60 Minuten gegen den Buxtehuder SV: Frauenhandball-Erstligist HSG Blomberg-Lippe begeisterte in den jüngsten beiden Heimspielen, aber beim 30:31 (14:14) am Sonntagabend gegen den Deutschen Vizemeister hat er am Ende wieder ohne Punkte dargestanden.

Mit vollem Engagement verfolgt Blombergs Trainer André Fuhr die Schlussminuten. Er dirigiert die Abwehr, ballt nach HSG-Toren die Faust, hadert mit den Schiedsrichtern – alles wie immer also in engen Spielen. Doch als Randy Bülau genau eine Sekunde vor dem Ende das 31:30 für die Gäste erzielt, weiß der 40-Jährige für einen Moment nicht, was er tun soll. Er springt in die Luft, sackt dann zu Boden, tritt gegen die Wand. Später muss auch eine Werbebande den Frust des Coaches aushalten.

Die siebte Niederlage im 15. Saisonspiel ist die bisher bitterste der Serie 2011/2012. Blomberg schnupperte an der Sensation - bis Bülau mit ihrem Treffer aus dem linken Rückraum in die rechte Ecke traf. Während der BSV einen Jubelkreis bildete, stand auch allen HSG-Spielerinnen die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben.

Trost gab es von Buxtehudes Trainer Dirk Leun, der von einem "sehr, sehr glücklichen Erfolg" sprach: "Es war ein emotionales und rassiges Spiel mit Fehlern auf beiden Seiten. Mit Glück und Cleverness haben wir hier gewonnen. Das überraschendste Ergebnis der Liga ist bisher die HSG. Mein Kollege befindet sich auf dem richtigen Weg." Fuhr gestand beim anschließenden Hallen-Talk, dass es nicht leicht sei, "hier zu stehen" und erklärte: "Wieder gibt es Komplimente, aber keine Punkte."

Angeführt von einer überragenden Sabrina Richter, die sich bei 13/5 Treffern nur vier Fehlschüsse erlaubte, ging Blomberg nach dem Seitenwechsel erstmals in Führung. Nach dem 19:16 der Nationalspielerin betrug der Vorsprung sogar drei Tore. Buxtehude wirkte beeindruckt, ließ beim 19:21 zwei ganz dicke Möglichkeiten liegen, doch kurze Zeit später glich der BSV dennoch zum 22:22 (46.) aus. Auch auf das 26:27 (53.) von Klein wusste Blomberg eine Antwort. Hochspannung dann in der letzten Minute. Nach einer HSG-Auszeit (59:07 Minuten) verwirft Xenia Smits nach 59:50 min. Besser macht‘s Bülau. . .

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