TBV Lemgo empfängt um 18.15 Uhr den TV Hüttenberg in der Lipperlandhalle

Johansson muss sich durchbeißen

Von Jörg Hagemann

Lemgos schwedischer Linkshänder Patrik Johansson (links) hatte schon im Hinspiel seine Probleme mit dem Hüttenberger Sebastian Weber. - © Foto: Hagemann
Lemgos schwedischer Linkshänder Patrik Johansson (links) hatte schon im Hinspiel seine Probleme mit dem Hüttenberger Sebastian Weber. (© Foto: Hagemann)

Lemgo. Jetzt nicht locker lassen, TBV Lemgo. Nach zwei Siegen nach der Winterpause bietet sich am 25. Februar um 18.15 Uhr die Gelegenheit zu ersten Frühlingsgefühlen. Gegner TV Hüttenberg hat 16 von 20 Partien verloren. "Wir spielen daheim und gegen den Tabellenvorletzten. Da wollen und müssen wir gewinnen", formuliert Trainer Dirk Beuchler eine klare Erwartungshaltung.

Der Gast, der bis zum achten Spieltag warten musste, ehe mit dem 29:23 über Mitaufsteiger Eintracht Hildesheim endlich der erste Bundesligasieg nach über 25 Jahren gefeiert werden durfte, erwies sich nicht nur beim 27:29 im Hinspiel als zäher Widersacher. "Auch die Rhein-Neckar Löwen haben sich jüngst sehr schwer getan", warnt Trainer Dirk Beuchler vor einer Häufung an technischen Fehlern gegen die unangenehme 3:2:1-Deckung.

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Das Eliteförderkonzept des DHB:
Schwerpunkt der optimierten Förderung der begabtesten Spieler sollen "Persönlichkeitsentwicklung, athletisches Training und handballspezifische Inhalte wie auch die notwendige Begleitung der dualen Karriere sein", heißt es in dem neunseitigen Positionspapier des DHB. Als Mentor und Bindeglied wurde der frühere Bundesligaspieler Wolfgang Sommerfeld, seit 2003 Assistent von Martin Heuberger bei den DHB-Junioren, berufen. Hauptkritikpunkt ist der von den Spielern zu unterschreibende Ehrenkodex, der mit dem Satz endet: "Bei Vereinswechsel, Vertragsverlängerung und Vertragsbindungsdauer hat in letzter Instanz der DHB die Entscheidungsbefugnis."

Deutlich mehr als in Lübbecke erwartet der TBV-Coach von Patrik Johansson, der nach dem Ausfall von Rolf Hermann besonders gefordert ist. Noch kein Thema ist für Beuchler Hüttenbergs Torjäger Tim Schneider, der sich nach dem 22:26 im Derby gegen den Erzrivalen HSG Wetzlar mit Rücken­problemen plagte.

Dafür sorgte in den vergangenen Tagen eine Meldung über einen weiteren künftigen Lemgoer für Aufregung. Wie die Bietigheimer Zeitung berichtet, wurde Patrick Zieker aufgrund seines angekündigten Transfers zum TBV Lemgo vom DHB sanktioniert und für das Vier-Nationen-Turnier Anfang Januar in Portugal aus dem Kader gestrichen. Hintergrund ist die Laufzeit des unterzeichneten Drei-Jahres-Vertrages. Von seinem DHB-Mentor Wolfgang Sommerfeld soll im Vorfeld nur ein Zwei-Jahres-Vertrag abgenickt worden sein.

"Patrick weiß doch nicht, wer in Lemgo in drei Jahren Trainer ist", wird DHB-Manager Heiner Brand zitiert, der als Grundlage das am 15. Februar vorgestellte Eliteförderkonzept des DHB sieht. Da Sommerfeld nur aus der Presse vom Wechsel des Junioren-Weltmeisters erfuhr, habe Zieker, laut Brand, "nicht den Ansprüchen an Eigenverantwortung und Selbständigkeit" entsprochen.

TBV-Geschäftsführer Volker Zerbe kann die Repressalien gegenüber Zieker nicht nachvollziehen. "Da Patrick in Lemgo noch ein Jahr zur Schule geht und danach eine zweijährige Lehre absolviert, sollten sich Ausbildungs- und Vertragslaufzeit decken", erklärte Zerbe, der die Laufzeit auch mit Ziekers Eltern abgestimmt hat.

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