Nach 30:31 gegen Buxtehude gastiert die HSG Blomberg-Lippe in Leverkusen

Sabrina Richter: "Mund abputzen, weiter geht’s"

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Anja Ernsberger tröstet Xenia Smits (links) nach dem 30:31 gegen Buxtehude. - © Foto: Lucas
Anja Ernsberger tröstet Xenia Smits (links) nach dem 30:31 gegen Buxtehude. (© Foto: Lucas)

Blomberg (slu). "Mund abputzen, weiter geht’s." Sabrina Richter, 147-fache Nationalspielerin und derzeit Spielführerin der HSG Blomberg-Lippe, bringt es auf den Punkt. Der lippische Frauenhandball-Erstligist muss nach vorne schauen, tritt nach der bitteren 30:31-Niederlage gegen den Buxtehuder SV am Sonntag, 26. Februar, ab 16 Uhr bei Bayer Leverkusen an.

Die Begegnung gegen den BSV, die Randy Bülau mit ihrem Treffer eine Sekunde vor dem Ende entschieden hatte, ist am Dienstag noch einmal aufgearbeitet worden. Trainer André Fuhr sprach mit seinem Team vor allem über die Schluss-Sekunden: "Wir hätten uns anders verhalten müssen." Xenia Smits, die den letzten Wurf nahm, als die Schiedsrichter Zeitspiel anzeigten, machte der Coach keinen Vorwurf, er sagte: "Wenn es der erste oder dritte Angriff gewesen wäre, hätten die Schiris die Hand nicht nach oben genommen." Sie taten es, Buxtehude kam nochmal in Ballbesitz und schlug eiskalt zu.

Information
Personalplanungen:
HSG-Geschäftsführer  Kietsch geht davon aus, dass in der nächsten Woche die nächste(n) Personalie(n) bekannt gegeben wird/werden. Am Mittwoch, 22. Februar, hatte die HSG öffentlich gemacht, dass Franziska Müller bleibt. Laut Kietsch plant Blomberg des weiteren auch in der nächsten Saison mit Hildur Thorgeirsdottir, die bisher kaum spielte: "Dahin gehen unsere Planungen." Thorgeirsdottir und Knutsdottir besitzen Verträge, die bis 2013 laufen, es gibt aber eine Option zur Kündigung 2012.

Fuhr machte seinen Schützlingen deutlich, dass der letzte Wurf "mit aller Macht" hätte verhindert werden müssen. "Die Kleinigkeiten waren alle gegen uns", konnte der Blomberger Coach beispielsweise auch die Zeitstrafen gegen Franziska Müller (56:33 Minuten) und Kim Berndt (eineinhalb Minuten vor Schluss) nicht nachvollziehen.

Nun richtet Fuhr den Blick auf Leverkusen, das "ungeheures Potenzial" besitze: "In der vergangenen Saison spielte meine Kollegin Renate Wolf mit einer schwächeren Mannschaft eine bessere Rolle. Die jüngste 29:37-Klatsche in Thüringen ist nicht der Anspruch von Leverkusen." Der Gegner wolle nun sicher beweisen, dass er es besser könne. Und: "Unsere guten Ergebnisse sind gut für unser Image, aber jetzt weiß auch jeder Gegner, dass er nicht im Vorbeigehen gegen uns gewinnt."

Nach dem "sehr guten Spiel" gegen Buxtehude müsse das Team nun "das Positive" mitnehmen: "Dass wir inzwischen auch gegen Topteams mithalten können, kommt mir in der Öffentlichkeit zu kurz. Damit war vor Saisonbeginn nicht zu rechnen."

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