TBV-Trainer Dirk Beuchler über den fünften Platz der DHB-Truppe

Der Mannschaftsgeist überträgt sich

Von Jörg Hagemann

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"Der Mannschaftsgeist überträgt sich" - © Sport
"Der Mannschaftsgeist überträgt sich" (© Sport)

Lemgo. Sieben Millionen Menschen (Marktanteil 22,7 Prozent) haben Deutschlands WM-Aus gegen Spanien verfolgt. Darunter auch TBV-Trainer Dirk Beuchler, der das Erreichen des Viertelfinales als "Pflicht" bezeichnete.

"Das Nationalteam hat sich sehr gut präsentiert. Doch man sollte bei aller Euphorie die Kirche im Dorf lassen. Angesichts der günstigen Gruppenauslosung hatte ich fest mit dem Viertelfinale gerechnet. Sich mit dem Achtelfinale zufrieden zu geben, ist mir zu wenig gewesen", mag Beuchler nicht in die aktuellen Hosianna-Rufe einstimmen. Schließlich seien fast alle DHB-Akteure Stammkräfte in der stärksten Liga der Welt. Und außer Glandorf, Kaufmann und Gensheimer habe kaum ein wichtiger Spieler gefehlt.

Bundestrainer Martin Heuberger inmitten seiner Truppe. Links neben dem Coach lauscht Martin Strobel im orangen Trikot des siebenten Feldspielers den Anweisungen seines Chefs. - © Foto: Michael Heuberger
Bundestrainer Martin Heuberger inmitten seiner Truppe. Links neben dem Coach lauscht Martin Strobel im orangen Trikot des siebenten Feldspielers den Anweisungen seines Chefs. (© Foto: Michael Heuberger)

Über die Arbeit des Bundestrainers mag der TBV-Coach kein Urteil abgeben: "Dafür bin ich zu weit weg. Insgesamt hat Martin Heuberger aber einen guten Job gemacht. Er hat es auf seine Art verstanden, eine intakte Mannschaft aufzubauen, die in jedem Spiel Vollgas gegeben hat. Die Stimmung und Atmosphäre im Team waren sehr gut. Das hat sich übertragen."

Zum TBV-Duo Martin Strobel und Carsten Lichtlein hatte der TBV-Coach nur nach dem 24:28 gegen Spanien per SMS Kontakt. Beuchler: "Ich bin eher der Typ, der die Jungs bei solch einem Turnier in Ruhe lässt und nicht ständig dazwischenfunkt." Da die Einsatzzeiten von Strobel (2:06 Std) und Lichtlein (0:56 Std) dosiert waren, erhielt das am Donnerstag aus Spanien zurückgekehrte Duo bis Dienstag trainingsfrei.

Obwohl Beuchler (42) acht Jahre auf der iberischen Halbinsel seinen Lebensunterhalt verdiente, verzichtet er bewusst auf einen WM-Abstecher. "Spanien ist ein großes Land. In der Vorrunde hätte man sich höchstens eine Gruppe anschauen können. Und ab dem Viertelfinale sind ohnehin alle interessanten Spieler bekannt. Bevor mir vier, fünf Tage für die Vorbereitung in Lemgo flöten gehen, gucke ich mir die Spieler lieber bei ARD, ZDF und Sport1 an."

So freut er sich heute speziell auf das Halbfinale zwischen Dänemark und Kroatien. Spanien sieht Beuchler gegen Slowenien als klaren Favoriten. "Der spanische Aufbau ist zwar nicht so spektakulär, doch individuell verfügen sie über starke Leute, die sehr gut im 2:2-Spiel sind." Und dann sind da ja noch die Kreisläufer. "Seit zwölf Jahren verfolgen die Spanier den gleichen Stil. Erst mit Urios. Jetzt mit Aginagalde. "Solch ein Kleiderschrank ist nur sehr schwer zu verteidigen", weiß Beuchler.

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