HSG Blomberg-Lippe spielt am Mittwochabend bei Bayer Leverkusen

Fuhr muss gegen die "Werks-Elfen" improvisieren

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HSG-Trainer André Fuhr und Hildur Thorgeirsdottir. - © Foto: Bockwinkel
HSG-Trainer André Fuhr und Hildur Thorgeirsdottir. (© Foto: Bockwinkel)

Blomberg (bo). Auf dem Rückweg vom Zahnarzt hat die LZ am Dienstag Trainer André Fuhr erreicht, um den Stand für das Frauenhandball-Bundesligaspiel der HSG Blomberg-Lippe am heutigen Mittwochabend bei Bayer Leverkusen (19.30 Uhr) abzuklopfen. "Das war nur ein Kontrollbesuch", sagte Fuhr, der ohne schmerzhafte Behandlung die Praxis wieder verlassen konnte.

Viel größeres Kopfzerbrechen bereitete ihm zu diesem Zeitpunkt schon wieder das vorletzte Hauptrundenspiel bei den "Werks-Elfen" der Ex-Blombergerin Heike Ahlgrimm. Die Spielmacherinnen Karen Knutsdottir und Kim Berndt sind weiter verletzt, mit Xenia Smits und Hildur Thorgeirsdottir, die vergangene Woche noch für Islands Nationalmannschaft aktiv war, stehen Fuhr nur zwei Rückraumspielerinnen zur Verfügung. "Drei braucht man eigentlich immer. Deshalb ist wieder einmal Improvisieren angesagt. Eine schwere Situation für uns", berichtet der HSG-Coach, zumal mit Leverkusen ein ziemlicher Brocken auf die Nelkenstädterinnen wartet.

Die Mannschaft von Heike Ahlgrimm liefert sich auf der Zielgeraden vor den Playoffs einen Zweikampf mit Göppingen um den fünften Platz und wird in der heimischen Smidt-Arena alles daran setzen, gegen die Lipperinnen erneut zu gewinnen. Schon im Hinspiel hatte Bayer mit 25:16 die Oberhand behalten, wobei die Nelkenstädterinnen eines ihrer schlechtesten Saisonspiele mit den bislang wenigsten Toren abgeliefert hatten.

"Dafür in unserer Situation Wiedergutmachung zu fordern, wäre der falsche Ansatz", sagt Fuhr und setzt auf den Einsatz und die taktische Disziplin, mit denen seine Spielerinnen jüngst Göppingen die Stirn geboten hatten.

In dieser Partie waren auch die Talente Denise Großheim und Kim Wahle, die vergangene Woche mit Saskia Putzke für die Juniorinnen-Nationalmannschaft im Einsatz waren, dabei gewesen und werden auch in Leverkusen wieder zum Zug kommen. Auch wenn das Spiel dort verloren geht, dürfte Blomberg danach weiter auf Platz acht stehen, da ein Sieg von Verfolger Koblenz gegen Spitzenreiter Thüringen ziemlich unwahrscheinlich ist.

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