TuS WE Lügde ist das Team der Stunde

Oliver König und Sebastian Lucas

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Fix unterwegs: Der Lügder Jonas Hasse (am Ball) zieht am Gegenspieler vorbei. Im Hintergrund beobachtet Spielertrainer Rik Balk die Szene. - © Sebastian Lucas
Fix unterwegs: Der Lügder Jonas Hasse (am Ball) zieht am Gegenspieler vorbei. Im Hintergrund beobachtet Spielertrainer Rik Balk die Szene. (© Sebastian Lucas)

Kreis Lippe. Sie sind belächelt worden, nun laufen sie mit einem Grinsen durch die Gegend: die Spieler des Fußball-A-Ligisten TuS WE Lügde und Trainer Rik Balk. Freude herrscht auch im Lager des A-Ligisten TuS Helpup, der den Spitzenreiter überraschte. Auf Trainer-Suche begibt sich Frauen-Bezirksligist VfL Lieme.

Rik Balk setzt sich hohe Ziele: Der TuS WE Lügde ist die Mannschaft der Stunde in der Kreisliga A. Nach fünf Siegen in Folge und sieben Partien ohne Niederlage (19 Punkte) schob er sich auf Platz fünf. „Ich setze mir lieber hohe Ziele als gar keine. Mit meiner Vorgabe, Platz eins bis drei zu erreichen, kann ich die Jungs weiter pushen", bereut Balk seine Aussagen vor Saisonstart keinesfalls.

Nach fünf Jahren als Spieler bei der SG Hameln mit Aufstiegen von der Kreis- bis in die Landesliga hatte er eine neue Herausforderung gesucht. Die Oberliga sei eine Option gewesen, so Balk, der sich aber für den Weg als Trainer entschied. „Speziell in Hagen-Hardissen amüsierten sich die Zuschauer über unsere Ziele", erzählt er. Die jüngsten Siege seien verdient gewesen, einzige Ausnahme: das 1:0 in Schlangen.

Balk: „Die Fortuna stellt die beste Truppe, ich sehe sie vor Augustdorf." Torhungrig ist vor allem die hängende Spitze Jonas Hasse (neun Tore). Kris Pape, der „sein Leben lang" Rechtsverteidiger war, schulte er zum Angreifer um. In vier Spielen traf dieser vier Mal. Und wieso klappte es zu Saisonbeginn nicht? „Die Spieler waren durch mich als neuen Trainer zu euphorisiert. Die Umstellung von 4-2-3-1 auf 4-4-2 brauchte Zeit. Hinter Schlangen und Augustdorf ist die Liga ausgeglichen. An einem schlechten Tag werden wir auch wieder ein Spiel verlieren."

Pistor vertritt Müller: Paukenschlag in der Kreisliga A Lemgo! Die ersatzgeschwächte Truppe aus Helpup gewann bei Tabellenführer TBV Lemgo II. So fehlten Christian Müller, Gordon Kral und Artur Fast. Zudem wurde Trainer Florian Müller von seinem „Co" Jascha Pistor vertreten, der seinen „Chef" per Smartphone auf dem Laufenden hielt. Der Grund: Müller weilte zum Junggesellenabschied seines Ex-Spielers Philipp Kielhorn in Polen.

„Der Sieg kann goldwert sein. Den musst du nun gegen Kirchheide bestätigen", so Müller. Dieser hatte am vergangenen Dienstag nach dem 0:5 gegen Leopoldshöhe eine Ansprache ans Team gehalten. „Da war viel Frust dabei. Wir müssen uns auf dem Platz zerreißen", meinte der 34-Jährige, der sich mehr Unterstützung von außen wünscht. Auch wenn er mal an einem Punkt gewesen sei, aufzuhören, komme das für ihn nicht in Frage. Müller: „Ich werde sicher nicht hinwerfen. Ich mache es für die Jungs, lasse sie nicht im Stich."

Fritz Tente bereut seinen Abgang: Aus gesundheitlichen Gründen legte Fritz Tente sein Amt als Trainer des Frauenfußball-Bezirksligisten VfL Lieme nieder. Der 61-Jährige: „Aufgrund eines Bandscheibenvorfalls im Nacken, mein siebter, kann ich nicht vier Tage in der Woche auf dem Sportplatz stehen." Nachdem er sich bei der Jugend in Blomberg engagiert hatte, wollte Tente eine Pause einlegen. Dann kam im Sommer die Liemer Anfrage: „Dort stieg ich ein, weil die Truppe charakterlich gut ist. Leider muss ich aufhören."

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