Remis im Kellerduell: So spielten die lippischen Bezirksligisten

TSV Schötmar fährt beim SV Werl-Aspe den ersten Ligapunkt ein

Dietmar Welle

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Gefahr: Werl-Aspes Waldemar Hopp (dunkles Triko) verpasst den Ball knapp. Die Schötmaraner Hakan Erol (links) und Gökhan Kaya bedrängen Hopp. Rechts im Hintergrund: Mehmet Colka. - © Dietmar Welle
Gefahr: Werl-Aspes Waldemar Hopp (dunkles Triko) verpasst den Ball knapp. Die Schötmaraner Hakan Erol (links) und Gökhan Kaya bedrängen Hopp. Rechts im Hintergrund: Mehmet Colka. (© Dietmar Welle)

Bad Salzuflen. Das mit Spannung erwartete Duell der Kellerkinder in der Staffel 1 der Fußball-Bezirksliga zwischen SV Werl-Aspe und TSV Schötmar endete mit einem 2:2 (2:2) – und mit einer Rudelbildung. Denn kurz vor Beendigung der Partie gerieten der junge Schötmaraner Innenverteidiger Mehmet Colka und Werl-Aspes Waldemar Hopp aneinander.

Schiedsrichter Timo Franz-Sauerbier zeigte Colka den roten Karton und Hopp gelb. Colka, ein feiner Techniker, hatte das an ihm von Hopp verübte Foul übel genommen und war seinem Gegenspieler an den Kragen gegangen. Nichts Schlimmes, aber rot war vertretbar. Die Gemüter beruhigten sich schnell – und dann ging es an die Einordnung des Remis. Das Fazit fiel nicht rosig aus. Denn Schötmar holte zwar im 15. Saisonspiel den ersten Punkt, doch der Abstand zum ersten Nichtabstiegsplatz beträgt 17 Zähler. Für die Schützlinge von Carsten Schulze ist das Remis ebenso zu wenig, da beträgt die Differenz zum Klassenerhalt zehn Punkte.

Nach Hakan Erols 0:1 (25.) verwertete Fatih Öztürk einen Freistoß zum 1:1 (26.) postendend. Und wieder brachte Mannschaftskapitän Erol seine Farben in Front zum 2:1 (32.), doch erneut gelang den Platzherren durch Waldemar Hopp völlig freistehend aus fünf Metern per Kopf das 2:2 in der dritten Minute der Nachspielzeit vor der Pause. „Wir hätten beide Gegentore verhindern können", ärgerte sich TSV-Manager Hussein Gönültas, der seine Elf mit „dem besseren Spielverständnis" ausgestattet sah.

In der vorwiegend von Werl-Aspe dominierten zweiten Halbzeit hatten die veranlagte Jan-Hendrik Lange und Till Meßmann gute Chancen zum Siegtreffer, doch auch auf der Gegenseite hätte es klappern können. Gelb-rot sah wegen Fouls und Ballwegschießens Erol – eine unnötige Aktion. Erich Gnade (SV): „Das Remis hilft uns nicht. Schötmar hat toll gekämpft und wir haben zuerst nicht das gemacht, was wir wollten. Nach der Pause haben wir sechs Chancen nicht genutzt. Aber das war es noch nicht. Wir geben nicht auf."

Wenn das Auto streikt...

Die Zuschauer, die sich pünktlich auf den Weg zum Kunstrasenplatz im Asper Schulzentrum gemacht hatten, um das Lipperderby zwischen SV Werl-Aspe und TSV Schötmar anzuschauen, mussten sich etwas gedulden bis zum Anpfiff. Den Schiedsrichter Timo Franz-Sauerbier startete die Partie erst mit knapp 20-minütiger Verspätung.

Grund: Das Auto von Schötmars Torhüter Özgür Kar und Einwechselspieler Ümit Özkaya sprang nicht an. Schötmars Offizielle wussten rasch Abhilfe, holten die beiden Akteure in Windeseile aus Bielefeld ab. Und die Asper zeigten sich als echte Sportsleute und stimmten dem verspäteten Start zu.

Die Verzögerung nahm allerdings auch Einfluss auf das nachfolgend angesetzte Match der Kreisliga B Lemgo zwischen TuS Bexterhagen und TuS Lockhausen. Bexterhagens cooler Coach Achim Wenzel: „Egal. Wir wollten das Spiel auf jeden Fall noch vor Weihnachten durchziehen."

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