TuRa Heiden löst sich aus dem Tabellenkeller

Sebastian Lucas

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Thomas Hülsmann, Trainer SF Berlebeck-Heiligenkirchen - © Egon Penner
Thomas Hülsmann, Trainer SF Berlebeck-Heiligenkirchen (© Egon Penner)

Detmold-Berlebeck. Mit dem zweiten Sieg in Folge hat sich TuRa Heiden viel Luft im Keller der Fußball-Kreisliga A Detmold verschafft. Trotz des 4:2 (2:1) bei SF Berlebeck-Heiligenkirchen sagte TuRa-Trainer Thorsten Schmiech: „Ich bin so angefressen wie nur selten."

Grund: Sein Team habe nach dem 2:0 den Faden verloren. Laut Schmiech hätte es zur Pause 4:0 oder 5:0 für seine Mannen stehen müssen: „Wir luden den Gegner ein, eine mentale Geschichte, über die es zu sprechen gilt." Betont ruhig blieb auf der Gegenseite Michael Betke, Obmann bei BHK: „Hektik bringt nichts. Unser Trainerteam gibt alles, um die Jungs wieder aufzubauen."

Die Heimpremiere von Thomas Hülsmann, der nun mit Patrick Abend verantwortlich zeichnet, begann mit einem dicken Patzer in der Defensive. Johann Born nutzte einen zu kurzen Rückpass zu Keeper Arne Rudolph aus (4.). Auch dem 0:2 durch Robert Werner war ein individueller Fehler vorausgegangen (32.). Ausgerechnet dem eingewechselten Patrick Neugebauer gelang kurz vor der Pause der Anschlusstreffer (43.). Neugebauer war für Rudolph gekommen, der mit einer Hüftprellung passen musste.

Dafür rückte mit Marco Hagemeister ein Spieler zwischen die Pfosten. Aus der Ferne sah dieser den Ausgleich von Arne Seehrich nach einer Einzelleistung (59.). „Zum Glück legten die Jungs dann den Schalter wieder um", berichtete Schmiech. Pascal Peuker (59.) und Johann Born (80.) machten den TuRa-Auswärtserfolg perfekt. Betke taten die Niederlagen in Oesterholz (1:3) und gegen Heiden weh: „Gegen diese Gegner darfst du oder musst du punkten."

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Bei Thomas Hülsmann kribbelt es
Seit zehn Tagen ist Thomas Hülsmann zurück auf der Trainerbank. Vier Jahre hatte der inzwischen 42-jährige Ex-U15- bis -U18-Nationalspieler, dessen aktive Laufbahn durch einen Schien- und Wadenbeinbruch einen Knick bekam, pausiert. Als Trainer war er unter anderem mit der SG Berlebeck-Heiligenkirchen in die A-Liga aufgestiegen und hatte auch beim Post-SV Detmold erfolgreiche Arbeit in der Bezirksliga geleistet.

„Ich fühle mich dem Verein und dem Ort Heiligenkirchen, in dem ich mit meiner Familie wohne, verbunden – auch wenn ich mich an den neuen Namen ,Sportfreunde’ noch gewöhnen muss. Zudem hatte ich Bock, das Amt zu übernehmen, und glaube an diese Truppe", begründet er seinen Entschluss.

Beim Training habe er „viel Spaß" und bei den Spielen „kribbelt es wieder". Gleichberechtigt mit Patrick Abend steht „Hülse" bis zur Winterpause zur Verfügung.

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