HSG Blomberg-Lippe bleibt ohne Punkte

Oliver König

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Wurfversuch aus dem Rückraum: Doch die Blombergerin Samara da Silva Vieira wird im entscheidenden Moment gestört. - © Peter Poller
Wurfversuch aus dem Rückraum: Doch die Blombergerin Samara da Silva Vieira wird im entscheidenden Moment gestört. (© Peter Poller)

Göppingen. Frauenhandball-Bundesligist HSG Blomberg-Lippe kommt einfach nicht in Tritt. Gestern verloren die Lipperinnen bei Frisch Auf Göppingen mit 26:30 (12:16) und belegen weiter den vorletzten Tabellenplatz. Dabei wäre für die HSG deutlich mehr drin gewesen.

Denn 20 Minuten lang spielte sie ordentlich und führte mit 12:7. „Die Abwehr hat vernünftig gestanden, und vorne haben wir Lösungen gegen die Göppinger Deckung gefunden", zeigte sich Trainer André Fuhr zunächst zufrieden. Doch dann verlor sein Team den Faden. Nichts wollte mehr gelingen. „Da hast du die Möglichkeit, dir die nötige Sicherheit zu holen, und dann schlägt das in Sorglosigkeit um. Plötzlich verlässt du deinen Plan. Wir hatten das Spiel doch im Griff", musste ein enttäuschter André Fuhr feststellen. Göppingen glich aus, ging beim 14:13 in Führung und baute diese nach dem Wechsel auf 23:20 aus.

Bezeichnend für die Blomberger Schwäche: In dieser Phase scheiterte Franziska Müller mit einem Tempogegenstoß, unterlief Laura Rüffieux ein technischer Fehler, erhielt Samara da Silva Vieira eine Zwei-Minuten-Strafe und nutzte Göppingen einen Siebenmeter. Fuhr: „Mir fehlt manchmal die letzte Konsequenz. Unsere Leistung war zu schwankend. Drei gute und drei schlechte Phasen – das reicht auch in Göppingen nicht."

Aufbauend auf einer starken Leistung von Torhüterin Anna Monz im letzten Viertel des Spiels kam die HSG zwar noch mal zurück und verkürzte nach einem 20:25 auf 25:26. Aber erneut war es ein Müller-Gegenstoß, der den Weg ins Tor nicht fand.

Fuhr, der auf Szimonetta Gera (Bänderriss) und Kathrin Pichlmeier (Prellung am Finger) verzichten musste, schickte sogar Lia Diekmann aufs Feld. Bezeichnend auch, dass Samara da Silva Vieira mit nur zwei Siebenmetern erfolgreich war und Gordana Mitrovic lediglich zwei Tore gelangen.
Der Coach lobte zuvor das Engagement in der vergangenen Woche, „in der wir wirklich gut gearbeitet haben". Nun der Rückschlag in Göppingen.

Entsprechend appellierte André Fuhr wieder an seine Leistungsträgerinnen: „Sie müssen vorneweg gehen und das verkörpern. Wir befinden uns im Abstiegskampf, da musst du 60 Minuten ackern. Wenn das alle machen, sind wir stark genug."

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